VCex: Kryptobetrug erkennen und Auszahlungsprobleme prüfen

27.03.2026 17 Mal gelesen
VCex steht unter Betrugsverdacht. Betroffene sollten keine Zahlungen mehr leisten, Beweise sichern, Anzeige erstatten und Rückforderungen prüfen.

Wer über vcexpro(.)com in digitale Währungen investiert hat, könnte es nicht mit echtem Handel, sondern mit einem betrügerischen Konstrukt zu tun haben. Die Oberfläche wirkt professionell, inklusive App – tatsächlich sprechen zahlreiche Berichte und ausbleibende Auszahlungen für ein System ohne reale Trades. Im Folgenden erfahren Sie, worauf zu achten ist und welche Schritte zur Rückforderung möglich sind.

 

Existiert VCex als echter Anbieter?

Auf den ersten Blick präsentiert sich VCex wie ein moderner Broker für Kryptowährungen: zeitgemäße Benutzeroberfläche, vermeintlich attraktive Renditen und eine eigene App. Der Eindruck trügt jedoch. Vieles deutet darauf hin, dass lediglich eine simulierte Umgebung gezeigt wird, in der Gewinne angezeigt, aber nicht erwirtschaftet werden. Nutzer schildern, dass Kurse künstlich wirken und Transaktionen nur vorgetäuscht sind. Die Kommunikation zielt darauf ab, Vertrauen aufzubauen und weitere Einzahlungen zu provozieren.

 

Erfahrungen mit VCex: Warum Auszahlungen scheitern

Typisch für solche Konstrukte ist die Verweigerung der Auszahlung. Sobald Betroffene ihr Guthaben abrufen möchten, werden plötzlich zusätzliche Kosten verlangt, etwa angebliche Steuern oder Gebühren. Diese Forderungen sind nicht legitim. Selbst nach weiteren Zahlungen bleibt die Überweisung aus; häufig reißt der Kontakt danach vollständig ab. Dieses Muster findet sich regelmäßig bei illegalen Trading-Angeboten.

 

Rechtliche Einordnung von VCex

Juristisch ergibt sich ein klares Bild: Das Anbieten von Finanzdienstleistungen ohne erforderliche Erlaubnis verstößt gegen § 32 KWG. Darüber hinaus kann das Vorgehen als Betrug (§ 263 StGB) und als Kapitalanlagebetrug (§ 264a StGB) gewertet werden. Auch Gesichtspunkte der Geldwäsche (§ 261 StGB) können einschlägig sein. Wer über tatsächliche Umstände täuscht, um Vermögenswerte zu erlangen, handelt rechtswidrig.

 

Warum Bankkonten zentral sind

Damit Einzahlungen möglich sind, greifen die Täter auf reale Konten zurück, die häufig von sogenannten Finanzagenten bereitgestellt werden. Über diese Konten lassen sich Zahlungsströme nachverfolgen. Daraus können zivilrechtliche Ansprüche entstehen, etwa aus § 812 BGB sowie § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB, um Gelder zurückzufordern.

 

Netzwerkstruktur und Risiken

Hinter VCex steht kein isolierter Anbieter, sondern arbeitsteilig organisierte Gruppen: Ein Teil betreibt Plattform und App, andere kümmern sich um die Abwicklung der Zahlungen. Wer Gelder aus solchen Quellen erhält, kann sich selbst strafbar machen, insbesondere im Kontext von Geldwäsche. Eine fundierte rechtliche Prüfung ist daher unerlässlich.

 

Was Betroffene jetzt tun sollten:

  • Keine weiteren Überweisungen veranlassen 
  • Sämtliche Nachrichten und Chatverläufe sichern 
  • Belege zu Zahlungen und Kontoverbindungen sammeln 
  • Strafanzeige erstatten 
  • Fachanwalt für Anlagebetrug einschalten

 

Möglichkeiten der Rückholung

Eine auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei kann die Spur des Geldes verfolgen und Verantwortliche identifizieren. Ziel ist es, die involvierten Kontoinhaber ausfindig zu machen und Ansprüche durchzusetzen. Wer Rückforderung anstrebt, sollte zeitnah rechtliche Unterstützung in Anspruch nehmen und den eigenen Fall prüfen lassen.

 

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