support@genesis-group.global: Krypto-Rückholung als Betrugsmasche

26.03.2026 117 Mal gelesen
E-Mails von support@genesis-group.global deuten auf einen Follow-up-Scam hin. Betroffene sollten nicht zahlen, Beweise sichern und rechtliche Schritte prüfen.

Falls Sie von support@genesis-group.global angeschrieben wurden und man Ihnen angeboten hat, angeblich verlorenes Kapital zurückzuholen, sollten Sie äußerst vorsichtig sein. Hinter solchen Nachrichten steckt in der Regel ein sogenannter Follow-up-Scam im Bereich Krypto-Betrug. Dabei nutzen Täter gezielt frühere Verluste aus, um Betroffene erneut zu Zahlungen zu bewegen. Die Kontaktaufnahme erfolgt per E-Mail sowie telefonisch unter +41 (44) 9746045. Im Folgenden erfahren Sie, wie diese Masche funktioniert und welche Schritte Sie unternehmen sollten.

 

Was verbirgt sich hinter der Adresse support@genesis-group.global?

Die Personen hinter dieser E-Mail treten mit scheinbar seriösen Angeboten zur Wiederbeschaffung verlorener Gelder auf. Dabei verwenden sie Namen wie Viktor Wolf, Herr Groß oder Frau Müller und behaupten, Investitionen erfolgreich zurückholen zu können. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen. Auffällig ist, dass sie sich auf frühere Erlebnisse der Betroffenen beziehen, was den Eindruck erweckt, sie verfügten über interne Kenntnisse. Dieses Vorgehen entspricht bekannten Mustern aus dem Bereich des Krypto-Betrugs.

 

Verbindung zur Genesis Group und möglicher Identitätsmissbrauch

Den Angeschriebenen wird nahegelegt, es handle sich um dieselben Verantwortlichen wie bei der Plattform genesis-group.com. Dafür gibt es jedoch keine bestätigten Hinweise. Vielmehr spricht vieles dafür, dass der Name der in Malta registrierten Genesis Group Ltd. missbräuchlich verwendet wird. Auch die angegebene Adresse in Zug dient offenbar lediglich dazu, Glaubwürdigkeit vorzutäuschen. Juristisch betrachtet handelt es sich dabei um eine Täuschung mit Betrugsabsicht.

 

Wie der Follow-up-Scam abläuft

Nach einem bereits erlittenen Betrug setzen die Täter erneut an. Sie versprechen, verlorene Beträge zu sichern oder zurückzuführen. Voraussetzung dafür seien zusätzliche Zahlungen, etwa für angebliche Gebühren, Steuern oder technische Freischaltungen. Diese Forderungen sind jedoch frei erfunden. Tatsächlich wird hier gezielt mit falschen Versprechungen gearbeitet, um weitere Geldbeträge zu erlangen.

 

Warum keine Rückzahlungen erfolgen

Die angekündigten Auszahlungen existieren nur in der Darstellung. Kontostände und angebliche Gewinne werden simuliert, reale Transaktionen finden nicht statt. Wer erneut Geld überweist, erhöht lediglich seinen Verlust. Die bisherigen Erfahrungen zeigen klar, dass keine tatsächliche Rückführung erfolgt.

 

Die Rolle von Bankkonten im Betrugssystem

Um Gelder zu empfangen, greifen die Täter auf reale Konten zurück. Diese spielen eine zentrale Rolle bei der Verschleierung der Geldflüsse. Unser Ansatz besteht darin, die Inhaber dieser Konten zu identifizieren und rechtlich in Anspruch zu nehmen. Denn ohne diese Infrastruktur wäre die Durchführung solcher Betrugsmodelle nicht möglich.

 

Wer steht hinter den Konten?

Die Strukturen sind meist arbeitsteilig organisiert. Häufig werden Unternehmen oder vorgeschobene Personen eingesetzt, die als Empfänger der Gelder fungieren. Unter bestimmten Voraussetzungen können diese Beteiligten haftbar gemacht werden. Eine genaue Nachverfolgung der Zahlungsströme ist daher entscheidend.

 

Rechtliche Bewertung des Sachverhalts

Der geschilderte Fall erfüllt mehrere strafrechtliche Tatbestände. Dazu zählen insbesondere Betrug sowie Verstöße im Bereich unerlaubter Finanzdienstleistungen. Zusätzlich bestehen zivilrechtliche Möglichkeiten, bereits gezahlte Beträge zurückzufordern.

Wichtig: In Einzelfällen werden kleine Beträge ausgezahlt, um Vertrauen zu gewinnen. Solche Zahlungen können rechtlich problematisch sein und sollten geprüft werden.

 

Was Sie jetzt tun sollten

Leisten Sie keine weiteren Zahlungen. Sichern Sie sämtliche Kommunikation sowie Zahlungsnachweise. Erstatten Sie Anzeige bei den zuständigen Behörden und holen Sie rechtlichen Rat ein.

 

Ihre Erfahrungen mit der E-Mail support@genesis-group.global

Wenn Sie bereits Kontakt mit support@genesis-group.global hatten, sollten Sie die Situation kritisch einordnen. Weitere Nachrichten verfolgen ausschließlich das Ziel, zusätzliche Zahlungen zu veranlassen. Schnelles Handeln kann helfen, den Schaden zu begrenzen.

RESCH Rechtsanwälte ist eine auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei mit langjähriger Erfahrung in Fällen von Anlagebetrug und Geldwäsche. Wenn Sie Ansprüche im Zusammenhang mit der Genesis Group prüfen lassen möchten, können Sie sich telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über die Website an die Kanzlei wenden.

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