Wer über aurum-pro.com bei AurumINV investiert hat, könnte Teil eines gezielt aufgebauten Krypto-Betrugssystems geworden sein. Die Außendarstellung setzt auf eine angebliche Historie seit 1881 und vermittelt Seriosität – tatsächlich sprechen zahlreiche Hinweise für eine Täuschung, die auf Einzahlungen abzielt. Wenn Sie betroffen sind, sollten Sie umgehend handeln, um Ihre Ansprüche zu sichern.
Woran sich Anlagebetrug bei AurumINV erkennen lässt
Ein klassischer Anlagebetrug liegt vor, wenn falsche Angaben über Tatsachen dazu führen, dass Anleger Geld überweisen. Genau dieses Vorgehen zeigt sich bei AurumINV: Es werden fiktive Fachleute wie Daniel Pfister oder Andreas Zimmermann präsentiert und eine lange Unternehmensgeschichte konstruiert, die es so nicht gibt. Rechtlich kann dieses Verhalten sowohl unter den Betrugstatbestand nach § 263 StGB als auch unter § 264a StGB (Kapitalanlagebetrug) fallen. Zusätzlich kommen Schadensersatzansprüche nach § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB in Betracht. Typisch ist dabei ein systematischer Vertrauensaufbau, der weitere Einzahlungen auslösen soll.
Warum Auszahlungen verweigert werden und neue Forderungen entstehen
Ein zentrales Warnsignal: Auszahlungen bleiben aus. Betroffene berichten, dass angezeigte Gewinne lediglich innerhalb der Plattform existieren. Sobald eine Auszahlung verlangt wird, folgen angebliche Zusatzkosten – etwa Steuern, Gebühren oder Verifizierungsentgelte. Diese Forderungen dienen nicht der Abwicklung, sondern sollen zusätzliche Zahlungen provozieren. Betrachtet man dieses Muster nüchtern, ergibt sich ein klares Bild eines strukturierten Täuschungssystems.
Existiert AurumINV real oder handelt es sich um eine Inszenierung?
Die Plattform gibt sich als erfahrener Broker aus, doch die überprüfbaren Fakten sprechen eine andere Sprache. Die Domain aurum-pro.com wurde erst am 12.01.2026 registriert (HOSTINGER operations, UAB). Die behauptete Gründung im Jahr 1881 ist daher nicht haltbar. Besonders problematisch ist die Nutzung fremder Identitäten: Personen aus dem Umfeld von Oppenheimer & Co. Inc. werden als Teil eines angeblichen Führungsgremiums dargestellt, ohne dass ein tatsächlicher Zusammenhang besteht. Auch die dargestellten Kontostände und Handelsbewegungen sind keine realen Transaktionen, sondern Teil einer simulierten Oberfläche.
Rolle von Bankkonten und mögliche Geldwäsche
Für die Abwicklung der Zahlungen greifen die Täter auf echte Konten zurück, die häufig auf Dritte laufen. Diese Strukturen können Teil eines Geldwäschesystems im Sinne von § 261 StGB sein. Wichtig zu wissen: Auch Rückflüsse von Geldern können rechtliche Fragen aufwerfen, wenn sie über solche Konten laufen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass genau diese Kontoverbindungen entscheidend sind, um Zahlungsströme nachzuvollziehen und Ansprüche durchzusetzen.
Welche rechtlichen Möglichkeiten Geschädigte haben
Betroffene können sowohl strafrechtlich als auch zivilrechtlich vorgehen. Besonders relevant sind Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung (§ 812 BGB). Entscheidend ist, die Geldflüsse nachzuverfolgen und die verantwortlichen Stellen zu identifizieren – hier setzt eine konsequente Anspruchsdurchsetzung an.
Empfohlene nächsten Schritte:
- Keine weiteren Überweisungen tätigen
- Zahlungsnachweise vollständig sichern
- Kommunikation mit der Plattform dokumentieren
- Zeitnah juristischen Rat einholen
RESCH Rechtsanwälte verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Bank- und Kapitalmarktrecht sowie bei Fällen von Anlagebetrug und Geldwäsche. Wenn Sie eine Rückforderung Ihrer Einlagen prüfen möchten, ist eine erste rechtliche Bewertung der Ausgangspunkt. Kontaktieren Sie die Kanzlei telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Online-Formular. Die Anwälte analysieren Ihren Fall und zeigen konkrete Handlungsoptionen auf.
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