Infinite Hold: Geld zurück nach Trading-Betrug
Wer über die Plattform Infinite Hold investiert hat, sollte die Situation kritisch prüfen. Nach vorliegenden Erkenntnissen sprechen zahlreiche Hinweise dafür, dass es sich bei dem Angebot um ein betrügerisches Online-Trading-Modell handelt. Die Betreiber von infinitehold.org präsentieren sich mit professioneller Gestaltung, angeblichen Zertifikaten und scheinbar erfolgreichen Handelskonten. Viele Betroffene schildern jedoch ein wiederkehrendes Muster: Einzahlungen werden problemlos akzeptiert, Auszahlungen hingegen scheitern regelmäßig. Eine genauere Analyse der Struktur deutet darauf hin, dass hinter Infinite Hold kein echter Handel, sondern ein systematisch aufgebautes Betrugssystem stehen könnte. Dieser Beitrag erklärt, wie das Modell funktioniert und welche Möglichkeiten bestehen, verlorenes Kapital zurückzufordern.
Wie das Modell von Infinite Hold funktioniert
Wer Menschen durch erfundene Angaben oder manipulierte Informationen dazu bringt, Geld zu überweisen, erfüllt den Tatbestand des Anlagebetrugs. Genau ein solches Vorgehen lässt sich bei Infinite Hold beobachten. Nutzer stoßen auf eine Plattform, die wie eine professionelle Tradingumgebung gestaltet ist. Diagramme zeigen steigende Kurse, Kontosalden wachsen scheinbar kontinuierlich, und angebliche Broker melden sich telefonisch mit Empfehlungen für neue Investitionen.
Viele Anleger berichten, dass sie zu Beginn kleine Gewinne angezeigt bekommen. Diese Darstellung dient jedoch häufig nur dazu, Vertrauen aufzubauen. Nach unserer Einschätzung werden keine echten Börsentransaktionen durchgeführt. Stattdessen fließen Einzahlungen direkt in die Struktur der Betreiber. Ein solches Verhalten kann rechtlich sowohl den Betrugstatbestand nach § 263 StGB als auch den Kapitalanlagebetrug gemäß § 264a StGB erfüllen.
Verdacht unerlaubter Finanzdienstleistungen
Infinite Hold bewirbt angeblich den Handel mit unterschiedlichen Finanzinstrumenten. Für das Anbieten solcher Dienstleistungen ist jedoch eine behördliche Zulassung erforderlich. Wer ohne entsprechende Genehmigung Finanzgeschäfte betreibt, verstößt gegen § 32 des Kreditwesengesetzes.
Bei Infinite Hold bestehen deutliche Anhaltspunkte für ein solches unerlaubtes Angebot. Betroffene berichten von wiederholten Telefonanrufen vermeintlicher Berater, die zu weiteren Einzahlungen drängen. Dieses Vorgehen ist aus zahlreichen Fällen des Online-Trading-Betrugs bekannt. Häufig zeigt sich dabei ein identisches Muster: Sobald größere Summen überwiesen wurden, verlangen die Betreiber zusätzliche Zahlungen – etwa für angebliche Steuern, Gebühren oder notwendige Freischaltungen.
Existiert Infinite Hold als echte Handelsplattform
Optisch vermittelt die Website zunächst den Eindruck eines seriösen Finanzdienstleisters. Es werden Zertifikate oder angebliche behördliche Bestätigungen präsentiert, die Vertrauen schaffen sollen. Nach den derzeitigen Informationen handelt es sich bei diesen Dokumenten jedoch um Fälschungen, die ausschließlich der Täuschung dienen.
Auch die angebliche Betreiberfirma European Economic area EEA 180455 GmbH wirkt eher wie eine Kulisse. Die Plattform kann man sich wie eine Bühne vorstellen, auf der angebliche Broker ihre Rollen spielen. Die im Benutzerkonto angezeigten Gewinne sind Teil dieser Inszenierung. Erst wenn Anleger eine Auszahlung verlangen, wird vielen bewusst, dass hinter Infinite Hold keine reale Handelsstruktur steht.
Domain und Kontaktangaben der Plattform
Ein Blick auf technische Details liefert weitere Hinweise. Die Internetadresse infinitehold.org wurde am 13.02.2025 über den Registrar NameSilo, LLC registriert. Als Kontakt werden die E-Mail-Adresse support@infinitehold.org sowie die Telefonnummer +49 176 89793348 angegeben.
Solche Kontaktdaten wirken auf den ersten Blick vertrauenswürdig, können jedoch Teil der Tarnstrategie sein. Für den Ablauf eines solchen Betrugsmodells benötigen die Täter allerdings echte Bankverbindungen, über die Anlegergelder eingehen. Genau hier setzen rechtliche Ermittlungen häufig an. Personen oder Unternehmen, die Gelder aus solchen Transaktionen erhalten, können sich unter Umständen auch wegen Geldwäsche gemäß § 261 StGB verantworten müssen.
Möglichkeiten, Geld von Infinite Hold zurückzufordern
Der wichtigste Ansatzpunkt bei der Aufklärung führt über die Zahlungswege. Selbst komplexe Onlinebetrugssysteme sind darauf angewiesen, reale Konten zu nutzen. Hinter diesen Konten stehen oft Kontoinhaber oder Firmen, die Teil eines Geldwäschenetzwerks sein können. Diese Beteiligten lassen sich identifizieren und unter Umständen juristisch belangen.
Viele Geschädigte gehen zunächst davon aus, dass ihr überwiesenes Geld endgültig verloren ist. Tatsächlich können jedoch zivilrechtliche Ansprüche bestehen. Beispielsweise kommen Forderungen nach § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB oder Rückforderungsansprüche aus § 812 BGB in Betracht.
Checkliste für Betroffene von Infinite Hold
- Keine weiteren Überweisungen tätigen
- Sämtliche Zahlungsnachweise und Kontoauszüge sichern
- Nachrichten, E-Mails und Chatverläufe mit den angeblichen Brokern archivieren
- Keinen Fernzugriff auf Computer, Smartphone oder Wallet gewähren
- Rechtliche Beratung durch spezialisierte Anwälte in Betracht ziehen
RESCH Rechtsanwälte beschäftigt sich seit mehr als 40 Jahren mit Fällen von Anlagebetrug und Geldwäsche. Die Kanzlei verfolgt gezielt die Spur der überwiesenen Gelder, um die beteiligten Kontoinhaber zu identifizieren und Rückforderungen für Mandanten durchzusetzen.
Wer über die Plattform Infinite Hold investiert hat und Verluste erlitten hat, sollte jetzt handeln. Betroffene können sich telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Kontaktformular auf der Website an RESCH Rechtsanwälte wenden. Eine rechtliche Prüfung zeigt, welche konkreten Schritte zur Rückforderung möglich sind.
Resch Rechtsanwälte - Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986
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