Die geschilderten Erfahrungen im Zusammenhang mit MBSPoint weisen typische Merkmale auf, wie sie aus zahlreichen Fällen des Online-Investment- und Kryptobetrugs bekannt sind. Insbesondere die Kombination aus anfänglichen Gewinnen, anschließenden Zahlungsforderungen und aggressivem Verhalten bei Auszahlungswünschen ist ein ernstzunehmendes Warnsignal. Betroffene sollten ihre Situation sorgfältig prüfen und keine weiteren Zahlungen leisten. Unterstützung erhalten sie über
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MBSPoint: Aufforderung zu „Liquiditätsnachweisen“ als Warnsignal
Ein zentrales Element in dem geschilderten Fall ist die Forderung nach einem sogenannten Liquiditätsnachweis. Dabei sollen Anleger nach einer ersten Einzahlung – hier 250 € – plötzlich deutlich höhere Beträge nachweisen oder einzahlen, um angeblich weitere Schritte freizuschalten.
Besonders auffällig ist, dass diese Forderung mit einem angeblichen Dokument unter Bezug auf ein „Geldwäsche-Gesetz des EU-Parlaments“ begründet wird. Solche Begründungen werden in vielen Betrugsfällen gezielt eingesetzt, um den Eindruck rechtlicher Verpflichtungen zu erwecken.
Tatsächlich gilt:
Seriöse Finanzdienstleister verlangen keine zusätzlichen Einzahlungen, um bereits vorhandenes Guthaben auszuzahlen. Ein „Liquiditätsnachweis“ in Form einer Überweisung an den Anbieter ist kein übliches oder rechtmäßiges Verfahren.
Wenn Anleger aufgefordert werden, Tausende Euro einzuzahlen, um Gewinne freizuschalten oder Konten zu verifizieren, ist dies ein starkes Indiz für ein problematisches Geschäftsmodell.
MBSPoint: Druck durch angebliche Finanzexpertin und Drohungen
Besonders besorgniserregend ist das Verhalten der angeblichen Ansprechpartnerin („Maria Weber“). Mehrfache Anrufe innerhalb kurzer Zeit, verbunden mit erheblichem Druck zur Einzahlung, sind typische Vorgehensweisen in vergleichbaren Fällen.
Dass die Situation eskaliert, sobald eine Auszahlung verlangt wird, ist ebenfalls charakteristisch. Statt einer problemlosen Rückzahlung kommt es zu:
- Ausweichenden Antworten
- neuen Zahlungsforderungen
- aggressivem Verhalten
- Drohungen
Gerade Drohungen sind ein deutliches Warnsignal. Seriöse Anbieter reagieren nicht mit Einschüchterung, wenn Kunden ihr eigenes Geld zurückfordern. Im Gegenteil: Eine Auszahlung ist bei legitimen Anbietern ein regulärer Vorgang.
Das Verhalten deutet darauf hin, dass hier nicht die Auszahlung im Vordergrund steht, sondern die Verhinderung derselben.
MBSPoint: Typisches Muster – kleine Einzahlung, hohe Nachforderung
Der geschilderte Ablauf folgt einem bekannten Muster:
- Einstieg mit kleiner Summe
- Anzeige vermeintlicher Gewinne
- Verweigerung der Auszahlung
- Forderung weiterer Zahlungen (Liquiditätsnachweis etc.)
- Druck und Drohungen bei Widerstand
Die angezeigten Gewinne sind dabei häufig nicht real, sondern dienen lediglich dazu, Anleger zu weiteren Einzahlungen zu motivieren.
Sobald eine Auszahlung verlangt wird, zeigt sich, dass diese Gewinne nicht tatsächlich verfügbar sind.
MBSPoint: Was Betroffene jetzt beachten sollten
Wer ähnliche Erfahrungen mit MBSPoint gemacht hat, sollte unbedingt folgende Punkte beachten:
- Keine weiteren Zahlungen leisten
Insbesondere nicht unter dem Vorwand von Steuern, Gebühren oder Liquiditätsnachweisen. - Kommunikation sichern
Screenshots von Chats, E-Mails, Telefonnummern und Dokumenten aufbewahren. - Zahlungswege dokumentieren
Überweisungen, Wallet-Adressen oder Kreditkartenzahlungen nachvollziehbar sichern. - Keine Einschüchterung akzeptieren
Drohungen – auch mit Polizei oder Behörden – sind in diesem Kontext ein klares Warnsignal. - Keine Fernzugriffe zulassen
Falls verlangt wird, Software zu installieren oder Zugriff auf Geräte zu gewähren: unbedingt ablehnen.
MBSPoint: Rechtliche Einordnung der Drohungen und Forderungen
Die Forderung nach zusätzlichen Zahlungen unter vorgeschobenen rechtlichen Gründen sowie Drohungen bei Auszahlungswünschen können strafrechtlich relevant sein. Insbesondere wenn systematisch versucht wird, Anleger zu weiteren Einzahlungen zu bewegen, obwohl keine echte Auszahlung vorgesehen ist.
Auch die Verwendung angeblicher Gesetzestexte oder offizieller Dokumente kann Teil der Täuschung sein.
Für Betroffene ist entscheidend, frühzeitig zu reagieren und die Situation nicht weiter eskalieren zu lassen, indem weitere Zahlungen geleistet werden.
FAQ zu MBSPoint
Ist ein Liquiditätsnachweis durch Einzahlung üblich?
Nein. Seriöse Anbieter verlangen keine zusätzlichen Einzahlungen, um Guthaben auszuzahlen.
Warum wird auf EU-Gesetze verwiesen?
Solche Verweise werden häufig genutzt, um Seriosität vorzutäuschen und Druck aufzubauen.
Sind die angezeigten Gewinne echt?
Nicht zwingend. In vielen Fällen dienen sie nur der Motivation zu weiteren Einzahlungen.
Was bedeutet es, wenn mit Polizei gedroht wird?
Das ist ein klares Warnsignal. Seriöse Anbieter reagieren nicht mit Drohungen auf Auszahlungswünsche.
Sollte ich die geforderten Beträge zahlen, um mein Geld zurückzubekommen?
Davon ist dringend abzuraten. Weitere Zahlungen führen in solchen Fällen meist nicht zur Auszahlung.
Was kann ich jetzt tun?
Sichern Sie alle Unterlagen und lassen Sie den Fall rechtlich prüfen.
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