Wer bereits Opfer eines Anlagebetrugs oder Kryptobetrugs geworden ist, sucht häufig nach Möglichkeiten, das verlorene Geld zurückzuerhalten. Genau diese Situation nutzen sogenannte Recovery-Scams aus. Dabei werden Geschädigten angebliche Spezialisten vorgestellt, die versprechen, verlorene Gelder, Kryptowährungen oder Investments zurückholen zu können.
Auch die Internetseite rechtund-gesetz.com richtet sich gezielt an Personen, die bereits finanzielle Verluste durch Online-Broker, Kryptoplattformen oder Investmentbetrüger erlitten haben. Auf der Website wird der Eindruck vermittelt, über besondere Erfahrung bei der Rückgewinnung verlorener Vermögenswerte zu verfügen. Gleichzeitig werden hohe Erfolgsquoten, internationale Expertise und zahlreiche angebliche Erfolgsfälle dargestellt.
Gerade bei solchen Angeboten sollten Betroffene jedoch äußerst vorsichtig sein. Nach den Erfahrungen aus zahlreichen Betrugsfällen handelt es sich bei vergleichbaren Internetseiten häufig um die zweite Stufe eines Betrugssystems – den sogenannten Recovery-Scam. Ziel ist es, bereits geschädigte Anleger zu weiteren Zahlungen zu bewegen.
Die österreichische Plattform Watchlist Internet führt rechtund-gesetz.com ausdrücklich als betrugsverdächtiges Finanzangebot und weist zugleich auf die Gefahr eines Recovery-Scams hin.
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Rechtund-Gesetz – Womit wirbt rechtund-gesetz.com?
Auf der Internetseite wird behauptet, Geschädigten bei der Rückholung verlorener Gelder helfen zu können.
Nach der Selbstdarstellung sollen unter anderem folgende Leistungen angeboten werden:
- Rückholung verlorener Kryptowährungen,
- Unterstützung nach Broker- und Investmentbetrug,
- internationale Vermögensrückgewinnung,
- rechtliche Begleitung grenzüberschreitender Verfahren,
- Zusammenarbeit mit Behörden und Finanzinstituten,
- angeblich hohe Erfolgsquoten.
Daneben werden verschiedene Fallbeispiele präsentiert, in denen angeblich erhebliche Beträge für Geschädigte zurückgewonnen worden sein sollen. Außerdem wirbt die Website mit einem internationalen Netzwerk und umfangreicher Erfahrung bei der Verfolgung internationaler Geldflüsse.
Gerade solche Aussagen wirken auf bereits geschädigte Anleger häufig besonders überzeugend.
Rechtund-Gesetz – Typische Merkmale eines Recovery-Scams
Recovery-Scams unterscheiden sich vom klassischen Anlagebetrug.
Während beim ursprünglichen Investmentbetrug Geld für angebliche Kapitalanlagen verlangt wird, knüpfen Recovery-Scammer an den bereits entstandenen Schaden an.
Den Betroffenen wird erklärt,
- das verlorene Geld sei bereits gefunden worden,
- Kryptowährungen könnten kurzfristig zurückgeholt werden,
- Vermögenswerte seien eingefroren,
- Behörden oder Gerichte hätten Gelder bereits sichergestellt,
- oder es fehle lediglich noch eine letzte Zahlung.
Häufig werden anschließend weitere Beträge verlangt, beispielsweise für:
- Bearbeitungsgebühren,
- Gerichtskosten,
- Freigabegebühren,
- Steuern,
- Versicherungen,
- AML- oder Compliance-Prüfungen,
- Blockchain-Zertifikate,
- oder internationale Überweisungskosten.
Nicht selten folgen nach jeder Zahlung weitere Forderungen.
Aus der anwaltlichen Praxis ist bekannt, dass viele Geschädigte auf diese Weise ein zweites Mal erhebliche Geldbeträge verlieren. Auch Verbraucherzentralen und Aufklärungsstellen warnen ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche.
Rechtund-Gesetz – Hohe Erfolgsquoten sollten kritisch geprüft werden
Auf Webseiten von Recovery-Anbietern finden sich häufig Erfolgsgeschichten und sehr hohe Rückholquoten.
Solche Angaben lassen sich für Außenstehende regelmäßig kaum unabhängig überprüfen.
Ebenso wenig bedeutet die Darstellung angeblicher Referenzfälle automatisch, dass tatsächlich entsprechende Verfahren durchgeführt wurden.
Betroffene sollten deshalb insbesondere hinterfragen,
- ob die handelnden Personen eindeutig identifizierbar sind,
- ob anwaltliche Zulassungen oder Unternehmensangaben überprüfbar sind,
- ob nachvollziehbare Impressumsangaben vorhanden sind,
- und ob konkrete Nachweise über die behaupteten Erfolge existieren.
Gerade Personen, die bereits Opfer eines Betrugs geworden sind, befinden sich häufig in einer emotional belastenden Situation. Dadurch steigt die Bereitschaft, vermeintlichen Rettungsangeboten zu vertrauen.
Rechtund-Gesetz – Warum Geschädigte häufig erneut kontaktiert werden
Aus zahlreichen Ermittlungsverfahren ist bekannt, dass Daten von Betrugsopfern innerhalb krimineller Netzwerke weitergegeben oder verkauft werden.
Wer bereits Geld an einen unseriösen Broker oder eine betrügerische Kryptoplattform verloren hat, wird häufig kurze Zeit später erneut kontaktiert.
Dabei behaupten die neuen Ansprechpartner beispielsweise,
- mit Behörden zusammenzuarbeiten,
- bereits eingefrorene Gelder gefunden zu haben,
- internationale Ermittlungen zu führen,
- oder eine kurzfristige Auszahlung vorbereiten zu können.
Der einzige Haken bestehe angeblich darin, dass zuvor noch eine Zahlung erforderlich sei.
Gerade dieses Vorgehen stellt eines der klassischen Merkmale eines Recovery-Scams dar.
Rechtund-Gesetz – Was Betroffene beachten sollten
Wer bereits Kontakt zu rechtund-gesetz.com hatte oder zur Zahlung weiterer Gebühren aufgefordert wurde, sollte besonders vorsichtig handeln.
Empfehlenswert ist insbesondere,
- keine weiteren Zahlungen vorzunehmen,
- sämtliche E-Mails und Chatverläufe zu sichern,
- Zahlungsaufforderungen aufzubewahren,
- Konto- und Walletdaten zu dokumentieren,
- keine Fernzugriffe auf den Computer zuzulassen,
- und vor weiteren Schritten eine unabhängige rechtliche Prüfung einzuholen.
Gerade im Bereich des Recovery-Betrugs gilt: Niemand kann seriös garantieren, verlorene Kryptowährungen oder Betrugsgelder kurzfristig zurückzuholen. Entsprechende Versprechen sollten daher stets kritisch hinterfragt werden.
FAQ zu Rechtund-Gesetz
Was ist rechtund-gesetz.com?
Die Website tritt als Anbieter für die Rückholung verlorener Gelder nach Anlage- und Kryptobetrug auf.
Was ist ein Recovery-Scam?
Ein Recovery-Scam ist eine Betrugsmasche, bei der bereits geschädigte Anleger erneut kontaktiert werden. Ihnen wird eine Geldrückholung versprochen, für die zunächst weitere Zahlungen verlangt werden.
Warum ist Vorsicht geboten?
Vergleichbare Angebote richten sich gezielt an Personen, die bereits Opfer eines Betrugs geworden sind. Behörden und Verbraucherschutzorganisationen warnen seit Jahren vor solchen Sekundärbetrugsmodellen.
Sollte man weitere Gebühren bezahlen?
Zusätzliche Zahlungen sollten keinesfalls ohne sorgfältige Prüfung geleistet werden.
Kann verlorenes Geld überhaupt zurückgeholt werden?
Ob Rückforderungen möglich sind, hängt stets vom konkreten Einzelfall, den Zahlungswegen und den beteiligten Banken oder Kryptobörsen ab und sollte individuell geprüft werden.
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