Redmont Finance (redmont-fin.com) – Achtung Betrug!

08.12.2025 46 Mal gelesen
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht weist auf erhebliche Risiken im Zusammenhang mit der Website redmont-fin.com hin.

Nach den vorliegenden Erkenntnissen werden über diese Plattform Kryptowerte-Dienstleistungen erbracht, ohne dass eine erforderliche behördliche Zulassung besteht. Eine Aufsicht oder Genehmigung durch die BaFin liegt nicht vor. Nutzerinnen und Nutzer sollten daher größte Vorsicht walten lassen – es besteht die Gefahr, dass eingezahlte Gelder nicht zurückerlangt werden können.

Die Plattform tritt nach außen hin mit professionellen Strukturen auf, wirbt mit hohem technischen Know-how und präsentiert sich als moderner Anbieter digitaler Vermögensverwaltung. In zahlreichen vergleichbaren Fällen zeigte sich jedoch, dass Anlegergelder nach Einzahlung nicht mehr frei verfügbar waren, Auszahlungsversuche fehlschlugen und weitere Zahlungen gefordert wurden – etwa für angebliche Steuerabgaben, Netzwerkgebühren oder „Freischaltungskosten“. Solche Muster sind für betrügerische Kryptoplattformen typisch und sollten als Warnsignal ernst genommen werden.

Rechtsanwalt Arthur Wilms – Kanzlei spezialisiert auf Kryptobetrug & Online-Investmentbetrug
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Redmont Finance: Wann eine BaFin-Erlaubnis erforderlich ist

Sobald ein Anbieter Kryptowert-Dienstleistungen erbringt – beispielsweise Wallet-Verwahrung, Handel oder Vermittlung von Token – ist in Deutschland grundsätzlich eine behördliche Zulassung notwendig. Diese Genehmigung dient dem Schutz von Anlegern, Transparenz im Markt und einer geordneten Finanzmarktaufsicht.
Die BaFin stützt ihre Warnung gegen Redmont Finance auf § 10 Abs. 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG), wonach unerlaubte Kryptowerte-Dienstleistungen untersagt sind. Anleger sollten daher ausschließlich mit lizenzierten Anbietern arbeiten. Ob ein Unternehmen autorisiert ist, lässt sich jederzeit über die Unternehmensdatenbank der BaFin prüfen.

Redmont Finance Betrug

In Fällen wie redmont-fin(.)com zeigt sich regelmäßig ein charakteristisches Vorgehensmuster, das bei vielen betrügerischen Kryptoplattformen nahezu identisch zu beobachten ist. Dieses Schema besteht meist aus mehreren aufeinander aufbauenden Phasen, die gezielt darauf ausgelegt sind, Vertrauen aufzubauen, Einzahlungen zu erhöhen und letztlich eine Auszahlung zu verhindern. Die nachfolgende Darstellung beschreibt die typischen Abläufe detailliert und dient der Einordnung vergleichbarer Situationen.

1. Erstkontakt und Vertrauensaufbau

Die Täter treten häufig über soziale Netzwerke, Messenger-Dienste wie Telegram oder über vermeintlich unabhängige Finanzforen in Erscheinung. Oft werden professionelle Webseiten, überzeugende Handelsoberflächen und gefälschte Registrierungsmasken genutzt, um Seriosität zu vermitteln.
Typische Elemente dieser Phase:

  • persönliche Ansprache, häufig durch vermeintliche „Berater“
  • Verweis auf angeblich existierende Lizenzen oder internationale Standorte
  • Verlinkung auf hochwertig wirkende Webseiten und Dashboards
  • erste kleinere Gewinne, die gelegentlich ausgezahlt oder simuliert werden

Das Ziel ist der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses, das spätere größere Einzahlungen erleichtert.

2. Einzahlung und schrittweise Eskalation

Einmal eingezahlt – oft mit einem Startbetrag von 250 bis 1.000 Euro – wird der Nutzer über die Handelsplattform geführt. Gewinne werden meist nur digital simuliert, erscheinen jedoch realistisch und sollen einen psychologischen Anreiz schaffen.
Typische Beobachtungen:

  • Dashboard zeigt angebliche Kursgewinne, die faktisch nicht existieren
  • persönliche Betreuung mit Empfehlung weiterer Einzahlungen („Jetzt nicht abbrechen, der Kurs steigt!“)
  • Angebot von „Upgrade-Konten“ oder „VIP-Stufen“ zur Renditesteigerung
  • Zunahme des Drucks, höhere Summen zu investieren

Dieses Stadium zielt darauf ab, durch Erfolgserlebnisse und emotionalen Druck immer größere Geldbeträge zu generieren.

3. Blockade bei Auszahlungsversuchen

Sobald Anleger versuchen, Gewinne auszuzahlen, ändern sich Tonalität und Ablauf deutlich. Rückzahlungswünsche werden verzögert, abgelehnt oder an zusätzliche Bedingungen geknüpft.
Typische Argumente und Forderungen:

  • angebliche Steuern, Transaktionsgebühren, Freischaltentgelte
  • Erfordernis eines Mindestkontostands, bevor ein Auszahlungsantrag bearbeitet werde
  • Aufforderung, zusätzlich zu investieren, um „Konto zu verifizieren“
  • angeblich technische Probleme, Compliance-Prüfungen oder KYC-Hindernisse

Ziel ist die weitere Kapitalzufuhr und gleichzeitig die Verhinderung einer Auszahlung.

4. Eskalation und Abbruch des Kontakts

Wenn Geschädigte weitere Zahlungen verweigern, folgt häufig der Kontaktabbruch. Zugänge werden gesperrt, Konten eingefroren oder Daten gelöscht. Teilweise wird der Druck erhöht, indem angebliche Inkasso- oder Steuerbehörden ins Spiel gebracht werden.
Typische Szenarien:

  • Drohungen bei fehlender Zahlung
  • vollständige Kontosperrung und Schweigen
  • Wiederansprache durch sogenannte „Recovery-Scams“ („Wir holen Ihr Geld zurück – gegen Gebühr.“)

Dieser letzte Schritt markiert meist den vollständigen Verlust der investierten Beträge.

Warum dieses Schema so effektiv ist

Die Täter nutzen gezielt psychologische Mechanismen – insbesondere FOMO („Fear of Missing Out“), Perfomance-Illusion, Autoritätsvortäuschung und sozialen Druck. Simulierte Gewinne wirken real, da die Oberfläche der Plattform professionell gestaltet ist und Kontobewegungen überzeugend dargestellt werden. Die Kombination aus scheinbarer Kompetenz und persönlicher Betreuung erzeugt eine Kontrolle, die rationales Hinterfragen erschwert.

Redmont Finance - Unterstützung für Geschädigte – Kanzlei Wilms

Betroffene Anleger sollten umgehend handeln. Wichtig ist eine strukturierte Beweissicherung, die Meldung des Sachverhalts bei der Bank oder dem Zahlungsdienstleister sowie die Prüfung möglicher Rückforderungsansprüche. Je schneller eine Reaktion erfolgt, desto höher ist in der Regel die Chance, Geldbewegungen nachvollziehen und stoppen zu können.

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Eine Ersteinschätzung erfolgt zeitnah.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Wie erkenne ich, ob eine Kryptoplattform eine BaFin-Lizenz besitzt?
Über die Unternehmensdatenbank der BaFin lässt sich prüfen, ob ein Anbieter über eine Erlaubnis verfügt. Fehlt ein Eintrag, ist Vorsicht geboten.

2. Kann ich mein eingezahltes Geld noch zurückholen?
Das hängt vom Zahlungsweg, der Geschwindigkeit der Reaktion und der Sicherung digitaler Übertragungsdaten ab. Je früher gehandelt wird, desto besser.

3. Was soll ich tun, wenn Redmont Finance eine weitere Einzahlung verlangt?
Keine weiteren Zahlungen leisten und jeden Kontakt abbrechen. Solche Forderungen dienen häufig dazu, Geschädigte noch tiefer in den Schaden zu treiben.

4. Kann mich die Kanzlei Wilms unterstützen?
Ja. Wir prüfen Rückforderungsmöglichkeiten, begleiten Ermittlungs- und Bankprozesse und helfen bei der Sicherung von Ansprüchen.

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