Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 04.08.2004, Az.: 1 BvR 699/03
Verfassungsbeschwerde gegen einen Beschluss des Insolvenzgerichts über die Stimmrechte; Anwendbarkeit des Grundsatzes der Subsidiarität auf außerordentliche Rechtsbehelfe; Anforderungen an die Begründung eines Stimmrechtsbeschlusses
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 04.08.2004
- Aktenzeichen
- 1 BvR 699/03
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 2004, 29620
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- AG München - 12.03.2003 - AZ: 1501 IN 2102/02
Rechtsgrundlagen
Verfahrensgegenstand
Beschluss des Amtsgerichts München - Insolvenzgericht - vom 12. März 2003 - 1501 IN 2102/02 -
In den Verfahren über die Verfassungsbeschwerden
hat die 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts
durch
den Präsidenten Papier,
den Richter Steiner und
die Richterin Hohmann-Dennhardt
gemäß § 93 b in Verbindung mit § 93 a und § 93 c BVerfGG
in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473)
am 4. August 2004
einstimmig beschlossen:
Tenor:
- 1.
Der Beschluss des Amtsgerichts München - Insolvenzgericht - vom 12. März 2003 - 1501 IN 2102/02 - verletzt die Beschwerdeführer in ihrem Recht aus Artikel 103 Absatz 1 des Grundgesetzes.
- 2.
Der Beschluss wird aufgehoben. Die Sache wird an das Amtsgericht München - Insolvenzgericht - zurückverwiesen.
- 3.
Der Freistaat Bayern hat den Beschwerdeführern die für das Verfahren der Verfassungsbeschwerde notwendigen Auslagen zu erstatten.
Hinweis: Verbundenes Verfahren
Volltext siehe unter:
BVerfG - 04.08.2004 - AZ: 1 BvR 698/03Weitere Verbundverfahren:
BVerfG - 04.08.2004 - AZ: 1 BvR 700/03
BVerfG - 04.08.2004 - AZ: 1 BvR 701/03