Bundesverwaltungsgericht
Beschl. v. 08.02.2007, Az.: BVerwG 1 B 209.06; 1 C 7.07
Zeitliche Anwendbarkeit des § 73 Abs. 2a S. 3 Asylverfahrensgesetz (AsylVfG)
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 08.02.2007
- Aktenzeichen
- BVerwG 1 B 209.06; 1 C 7.07
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 2007, 11506
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Schleswig - 05.08.2005 - AZ: VG 6 A 41/05
- VG Köln - 19.10.2005 - AZ: 18 K 5073/05.A
- OVG Nordrhein-Westfalen - 27.07.2006 - AZ: OVG 16 A 4354/05.A
- OVG Schleswig-Holstein - 09.08.2006 - AZ: 1 LB 33/05
- nachfolgend
- BVerwG - 08.02.2007 - AZ: BVerwG 1 B 182.06 (1 C 8.07)
- BVerwG - 07.02.2008 - AZ: BVerwG 10 C 33.07
- BVerwG - 31.03.2008 - AZ: BVerwG 10 C 32.07
- EuGH - 02.03.2010 - AZ: C-175/08
- BVerwG - 24.02.2011 - AZ: BVerwG 10 C 3.10
Rechtsgrundlage
In der Verwaltungsstreitsache
hat der 1. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 8. Februar 2007
durch
die Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Mallmann und Richter sowie
die Richterin am Bundesverwaltungsgericht Beck
beschlossen:
Tenor:
Die Entscheidung des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts über die Nichtzulassung der Revision gegen seinen Beschluss vom 9. August 2006 wird aufgehoben.
Die Revision wird zugelassen.
Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache.
Gründe
Die Beschwerde der Kläger ist begründet. Die Revision ist gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache zuzulassen. Sie kann dem Bundesverwaltungsgericht Gelegenheit zur Klärung der Frage geben, ob § 73 Abs. 2a Satz 3 AsylVfG auf Widerrufsbescheide des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge anwendbar ist, die nach dem 1. Januar 2005 ergangen sind, sich aber auf einen Anerkennungsbescheid (hier nach § 51 Abs. 1 AuslG) aus der Zeit vor dem 1. Januar 2005 beziehen.
Ohne Erfolg rügt die Beschwerde hingegen einen Verfahrensfehler in Gestalt einer Verletzung des Anspruchs der Kläger auf rechtliches Gehör (§ 132 Abs. 2 Nr. 3 VwGO i.V.m. Art. 103 Abs. 1 GG). Die Gehörsverletzung liegt der Beschwerde zufolge darin, dass den Klägern im Rahmen des Widerrufsverfahrens zwar rechtlich, aber nicht faktisch Gelegenheit gegeben worden sei, persönlich vor Gericht vorzutragen. Insoweit wird auf den den Beteiligten bekanntenBeschluss vom 7. Februar 2007 - BVerwG 1 B 286.06 - Bezug genommen.
Das Beschwerdeverfahren wird als Revisionsverfahren unter dem Aktenzeichen BVerwG 1 C 7.07 fortgesetzt; der Einlegung einer Revision durch den Beschwerdeführer bedarf es nicht.
[...]
Richter
Beck