Bundessozialgericht
Urt. v. 22.06.1988, Az.: 9/9a RV 41/86
Begünstigender Verwaltungsakt; Rücknahme; Berufssschadensausgleich; Berechnung; Kriegsopferversorgung; Rentenerhöhung
Bibliographie
- Gericht
- BSG
- Datum
- 22.06.1988
- Aktenzeichen
- 9/9a RV 41/86
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1988, 11477
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- SG Reutlingen 20.06.1985 - S 6 V 828/84
- LSG Stuttgart 29.09.1986 - L 11 V 3144/85
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BSGE 63, 259
- SozR 1300 § 48 Nr 49
Amtlicher Leitsatz
1. Kann ein rechtswidriger begünstigender Verwaltungsakt nicht mehr zurückgenommen werden, beschränkt die Aussparungsvorschrift des § 48 Abs 3 SGB X den Vertrauensschutz bei jedweder Änderung zugunsten des Berechtigten auf den Zahlbetrag (Anschluß an BSG vom 9.6.1988 - 4/1 RA 57/87).
2. Ist der Berufsschadensausgleich zu hoch berechnet worden, so kann nur der Berufsschadensausgleich, nicht die Gesamtleistung der Kriegsopferversorgung von der Rentenerhöhung ausgespart werden.
3. Die erste Grundentscheidung über die Aussparung nach § 48 Abs 3 SGB X ist berufungsfähig.