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Bundessozialgericht
Urt. v. 09.06.1988, Az.: 4/1 RA 57/87

Gehaltsnachzahlung; Versichertenrente; Wesentliche Änderung; Zugunsten des Betroffenen; Definition; Begünstigender Verwaltungsakt

Bibliographie

Gericht
BSG
Datum
09.06.1988
Aktenzeichen
4/1 RA 57/87
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1988, 11351
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
SG Wiesbaden 26.02.1986 - S 1 An 157/84
LSG Darmstadt 30.06.1987 - L 2/1 An 543/86

Fundstelle

  • SozR 2200 § 1255a Nr 19

Amtlicher Leitsatz

1. Eine Gehaltsnachzahlung an einen Empfänger von Versichertenrente ist eine nachträgliche wesentliche Änderung iS von § 48 SGB X, die zur Neufeststellung des Rentenanspruchs nach Art 2 § 12b Abs 3 S 3 AnVNG (= Art 2 § 12b Abs 3 S 3 ArVNG) berechtigt.

2. "Zugunsten des Betroffenen" iS von § 48 Abs 1 S 2 Nr 1 SGB X erfolgt eine Änderung nur dann, wenn ihn der infolge der Änderung zu erlassende Verwaltungsakt im Vergleich zu dem aufzuhebenden Verfügungssatz iS von § 45 Abs 1 SGB X "per saldo" begünstigt.