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Bundessozialgericht
Urt. v. 15.05.1984, Az.: 12 RK 48/82

Nachentrichtungsbegehren des Versicherten; Verjährung der Beitragsforderung; Besondere Härte; Fehlverhalten des Versicherungsträgers; Gesetzliche Rentenversicherung; Nachentrichtung von Pflichtbeiträgen

Bibliographie

Gericht
BSG
Datum
15.05.1984
Aktenzeichen
12 RK 48/82
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1984, 10880
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
SG Hamburg 16.02.1981 - 10 AN 339/78
LSG Hamburg 27.01.1982 - III ANBf 24/81

Fundstellen

  • BSGE 56, 266 - 274
  • Oberfeld, SGb 85, 169

Amtlicher Leitsatz

1. Der Versicherungsträger kann einem Nachentrichtungsbegehren des Versicherten nicht entgegenhalten, die Beitragsforderung sei verjährt. Zur Annahme einer "besonderen Härte" i. S. des § 1418 Abs. 3 RVO (= § 140 Abs. 3 AVG) im Falle eines Fehlverhaltens des Versicherungsträgers (Abgrenzung zu BSG, 2. 12. 1975, 1 RA 17/75 = BSGE 41, 38).

2. In der gesetzlichen Rentenversicherung ist die Zulassung eines Versicherten zur Nachentrichtung von Pflichtbeiträgen für eine Zeit, die länger als vier (seit 1. 1. 1980: drei) Kalenderjahre zurückliegt, nur nach § 1418 III RVO (= § 140 III AVG) zu beurteilen.