Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 20.06.1996, Az.: BVerwG 2 C 7/95
Besoldung der Beamten; Anspruch auf Auszahlung einer höheren Besoldung; Verwaltungsgerichtliche Geltendmachung; Erhöhung der Besoldung für unterhaltsberechtigte Kinder
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 20.06.1996
- Aktenzeichen
- BVerwG 2 C 7/95
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1996, 12778
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- OVG Koblenz 19.08.1994 - 2 A 10079/94 (ZTR 1995, 91)
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- DVBl 1997, 353-356 (Volltext mit amtl. LS)
- JuS 1998, 1052-1053 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ 1998, 76-78 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ 1996, 776 (Pressemitteilung)
- ZfBeamtR 1997, 16
Amtlicher Leitsatz
1. Ein Beamter hat keinen Anspruch auf unmittelbare Auszahlung einer höheren als der gesetzlich festgelegten Besoldung, selbst wenn diese nicht (mehr) verfassungsgemäß sein sollte. Er kann jedoch einen Anspruch auf verfassungsgemäße (höhere) Besoldung verwaltungsgerichtlich mit der Folge geltend machen, daß das VG die Verfassungsmäßigkeit zu prüfen und, wenn es sie verneinen sollte, die Sache dem BVerfG vorzulegen hat (im Anschluß an Teilurteil und Beschluß des Senats vom 14. November 1985 - BVerwG 2 C 14/83 - Buchholz 235 § 2 Nr. 6 und Buchholz 11 Art. 33 V Nr. 57 = ZfBeamtR 1986, 279 = NVwZ 1986, 479).
2. Zur Frage der Verfassungsmäßigkeit der Besoldung eines Amtmannes (Besoldungsgruppe A 11) mit drei unterhaltsberechtigten Kindern in den Jahren 1990 - 1995 (im Anschluß an BVerfGE 81, 363 [BVerfG 22.03.1990 - 2 BvL 1/86]).