Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 06.10.1959, Az.: 3 AZR 313/56
Kündigungsschutz; Schwerbeschädigter; Schwerbeschädigteneigenschaft; Rentenbescheid; Seelische Erkrankung; Klinische Behandlung; Ordentliche Kündigung
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 06.10.1959
- Aktenzeichen
- 3 AZR 313/56
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1959, 10021
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LAG Bremen - 16.05.1956 - AZ: I Sa 98/55
Rechtsgrundlagen
- § 1 SchwbG 1953
- § 14 SchwbG 1953
- § 1 Abs. 2 KSchG 1951
Fundstellen
- BAGE 8, 123 - 128
- DB 1960, 31-32 (amtl. Leitsatz)
- DB 1960, 32 (amtl. Leitsatz)
- MDR 1960, 171-172 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1960, 215-216 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Der Kündigungsschutz für einen Schwerbeschädigten beginnt nicht erst in dem Zeitpunkt, in dem die Schwerbeschädigteneigenschaft durch einen Rentenbescheid behördlich anerkannt wird, sondern schon dann, wenn diese Eigenschaft tatsächlich gegeben ist (Vergleiche BAG 13.02.1958 2 AZR 467/55 = BAGE 5, 208).
2. Die durch Tatsachen ausreichend begründete Besorgnis des Arbeitgebers, daß ein wegen seelischer Erkrankung in klinischer Behandlung gewesener Arbeitnehmer künftig neue Schübe seiner Krankheit erleiden werde, kann eine ordentliche Kündigung sozial rechtfertigen.