Bundesgerichtshof
Urt. v. 28.10.1971, Az.: VII ZR 15/70
Öffentliche Hand; Erfüllung öffentlich-rechtlicher Aufgaben; Gemeinnützige Aufgaben; Gewerbe; Gewinnerzielungsabsicht
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 28.10.1971
- Aktenzeichen
- VII ZR 15/70
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1971, 11234
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BGHZ 57, 191 - 203
- DB 1971, 2356-2357 (Volltext mit amtl. LS)
- DB 1971, 2357 (Volltext)
- DVBl 1972, 81-82 (Volltext mit amtl. LS)
- JR 1972, 248
- MDR 1972, 132-133 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1972, 95-99 (Volltext mit amtl. LS) "Gewerbebetrieb"
Redaktioneller Leitsatz
Die öffentliche Hand - Staat, Gemeinden - kann auch, obschon sie gleichzeitig mit Erfüllung öffentlich-rechtlicher, gemeinnütziger Aufgaben beschäftigt ist, ein Gewerbe im Sinne des § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB betreiben. Dabei bedarf es allerdings einer besonderen Prüfung und Feststellung der Gewinnerzielungsabsicht, die begriffsnotwendig ist.
Die ausschließliche Verfolgung öffentlicher (gemeinnütziger) Aufgaben läßt keinen Raum für die Ausübung eines Gewerbes im o.g. Sinne.
Hinweise:
So auch BGH, BGHZ 83, 382 [BGH 22.04.1982 - VII ZR 191/81]; BauR 1982, 377; BB 1982, 1944.