Bundessozialgericht
Urt. v. 04.09.1979, Az.: 7 RAr 57/78
Vorstandsmitglied einer Aktiengesellschaft; Beitragspflicht; Anstellungsvertrag; Entgeltliche Beschäftigung
Bibliographie
- Gericht
- BSG
- Datum
- 04.09.1979
- Aktenzeichen
- 7 RAr 57/78
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1979, 10621
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- SG Frankfurt 28.05.1976 - S 14 Ar 258/73
- LSG Hessen - 30.01.1978 - AZ: L 1 Ar 628/76
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BSGE 49, 22 - 30
- DB 1980, 166-168 (Volltext mit amtl. LS)
- VersR 1980, 83
Amtlicher Leitsatz
1. Die Tätigkeit als Vorstandsmitglied einer Aktiengesellschaft (AG) begründet nicht nach AFG § 168 iVm AVG § 3 Abs. 1a die Beitragspflicht zur BA. Auf die Ausgestaltung des Anstellungsvertrages der Vorstandsmitglieder zur AG im Innenverhältnis kommt es dabei nicht an (Anschluß an BSG 18.09.1973 12 RK 5/73 = BSGE 36, 164, BSG 19.02.1976 12/3 RK 69/75 = SozR 2200 § 1386 Nr 1).
2. Wegen der fehlenden Beitragspflicht der Tätigkeit eines Vorstandsmitgliedes einer AG - Leitsatz Nr 1 - unterliegt auch eine daneben ausgeübte entgeltliche Beschäftigung nicht der Beitragspflicht zur BA iS des AFG § 168; sie begründet deshalb ebenfalls keine Anwartschaft auf Alg nach AFG § 104 (Anschluß an BSG 22.11.1973 12/3 RK 20/71 = BSGE 36, 258).
3. Die tatsächliche, aber fehlerhafte Entrichtung von Beiträgen zur BA allein begründet keinen Anspruch auf Alg, wenn die nach AFG § 100 ff erforderlichen Anspruchsvoraussetzungen nicht erfüllt sind.