Bundessozialgericht
Urt. v. 27.04.1989, Az.: 9 RV 22/88
Verwaltungsakt; Rücknahme; Gesundheitsstörung; Schädigung; Ermessen
Bibliographie
- Gericht
- BSG
- Datum
- 27.04.1989
- Aktenzeichen
- 9 RV 22/88
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1989, 11452
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- SG Köln 06.11.1985 - S 14 V 387/82
- LSG Essen 13.01.1987 - L 6 V 244/85
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BSGE 65, 60 - 63
- SozR 3100 § 1 Nr 43
Amtlicher Leitsatz
1. Auch die besondere Ermächtigung der Versorgungsverwaltung, Verwaltungsakte zurückzunehmen, in denen eine Gesundheitsstörung unzweifelhaft zu Unrecht als Folge einer Schädigung anerkannt worden ist, wird durch die Pflicht zur Ermessensausübung eingeschränkt.
2. Die verfassungsrechtlich gebotene Abwägung von inhaltlicher Richtigkeit und Rechtssicherheit geschieht hier im Rahmen des Ermessens; die Rücknahmevoraussetzungen des § 45 SGB X sind als Ermessensgesichtspunkte beachtlich (Ergänzung von BSG vom 13.5.1987 - 9a RVi 4/85 = BSGE 61, 295 = SozR 3100 § 1 Nr 38).