Bundesarbeitsgericht
Beschl. v. 31.01.1990, Az.: 1 ABR 39/89
Zustimmungsersetzungsantrag; Beschwerde des beteiligten Betriebsratsmitglieds; Beschwerdeverfahren; Rechtsanwaltskosten; Kündigungsschutzprozeß; Benachteiligungsverbot
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 31.01.1990
- Aktenzeichen
- 1 ABR 39/89
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1990, 10133
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- ArbG Hamm 06.09.1988 - 1 BV 12/88
- LAG Hamm - 08.02.1989 - AZ: 3 TaBV 126/88
- nachfolgend
- BAG - 31.01.1990 - AZ: 7 ABR 39/89
Rechtsgrundlagen
- § 78 S. 2 BetrVG
- § 40 Abs. 1 BetrVG
- § 103 Abs. 2 BetrVG
Fundstellen
- BAGE 65, 28 - 34
- BB 1991, 205
- MDR 1991, 282-284 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
Ist ein Zustimmungsersetzungsantrag des Arbeitgebers nach § 103 Abs. 2 BetrVG, dem das Arbeitsgericht stattgegeben hatte, auf die Beschwerde des beteiligten Betriebsratsmitglieds hin vom Landesarbeitsgericht rechtskräftig abgewiesen worden, so hat der Arbeitgeber die dem Betriebsratsmitglied im Beschwerdeverfahren entstandenen Rechtsanwaltskosten in gleicher Weise zu erstatten, wie wenn das Betriebsratsmitglied in einem entsprechenden Kündigungsschutzprozeß obsiegt hätte. Das gebietet das Benachteiligungsverbot des § 78 Satz 2 BetrVG.