Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 02.02.1995, Az.: BVerwG 2 C 19/94
Nachforderungen; Nutzungsentgeld; Rechtsmißbrauch; Verjährungseinrede; Verwaltungsvorschriften; Auslegung
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 02.02.1995
- Aktenzeichen
- BVerwG 2 C 19/94
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1995, 13365
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Oldenburg (Oldenburg) 06.12.1990 - 6 A 91/89
- OVG Niedersachsen - 28.10.1993 - AZ: 5 L 2403/91
- BVerwG - 06.06.1994 - AZ: BVerwG 2 B 43.94
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- DVBl 1995, 627-628 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ-RR 1996, 47-48 (Volltext mit amtl. LS)
- ZTR 1995, 332-333 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Bei einer Nachforderung von Teilen des Nutzungsentgelts, auch von Sachkosten, ist zu prüfen, ob die zusammen mit bereits entrichteten Beträgen sich ergebende Gesamtforderung angemessen ist.
2. Zur Frage der unzulässigen Rechtsausübung bei Berufung auf die Einrede der Verjährung.
3. Verwaltungsvorschriften (hier: über Nutzungsentgelt für Inanspruchnahme von Einrichtungen, Personal und Material des Dienstherrn) sind nicht wie Rechtsvorschriften aus sich heraus, sondern unter Berücksichtigung ihrer tatsächlichen Handhabung auszulegen.