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Bundesverfassungsgericht
v. 05.08.1966, Az.: 1 BvR 586/62

Pressefreiheit; Strafvorschriften; Verrat von Staatsgeheimnissen; Publizistischer Landesverrat; Gemeiner Landesverrat

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
05.08.1966
Aktenzeichen
1 BvR 586/62
Entscheidungsform
Teilurteil
Referenz
WKRS 1966, 10414
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
BGH 23.10.1962 - 6 BJs 469/62
BGH - 31.10.1963 - AZ: 3 StB 12/63
BGH - 04.08.1964 - AZ: 3 StB 12/63

Fundstellen

  • BVerfGE 20, 162 - 230
  • DVBl 1966, 684-685 (Volltext mit red. LS)
  • DÖV 1966, 640-647 (Volltext mit amtl. LS)
  • JZ 1966, 609
  • JZ 1966, 567-574
  • JuS 1967, 39
  • NJW 1966, 1603-1616 (Volltext mit amtl. LS)

Redaktioneller Leitsatz

Weitere Verfahren: 1 BvR 610/63; 1 BvR 512/64

Die Unterscheidung zwischen den beiden Begehungsformen des vorsätzlichen Verrats von Staatsgeheimnissen im Sinne des § 99 Abs. 2 StGB ist erforderlich bei der Einwirkung der Pressefreiheit (Art. 5 GG) auf die Strafvorschriften der §§ 90, 100 StGB. Ferner muß die öffentliche Bekanntmachung von Staatsgeheimnissen durch die Presse ("publizistischer Landesverrat") grundsätzlich unter anderen Gesichtspunkten zu betrachten sein als der "gemeine Landesverrat" durch Agenten und Spione.