Bundesgerichtshof
Beschl. v. 20.09.2007, Az.: IX ZB 35/07
Erinnerung gegen eine Kostengrundentscheidung; Zulässiger Inhalt einer Kostenerinnerung
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 20.09.2007
- Aktenzeichen
- IX ZB 35/07
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 2007, 39192
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- AG Eisenach - 29.08.2006 - AZ: 57 C 549/06
- LG Meiningen - 29.11.2006 - AZ: 4 S 197/06
- BGH - 26.04.2007 - AZ: IX ZB 35/07
- nachfolgend
- BGH - 20.09.2007 - AZ: IX ZB 35/07
Rechtsgrundlage
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Fischer,
die Richter Raebel, Dr. Kayser, Cierniak und
die Richterin Lohmann
am 20. September 2007
beschlossen:
Tenor:
Die Erinnerung des Verfügungsbeklagten gegen den Kostenansatz des Bundesgerichtshofs vom 27. April 2007 - Kostenrechnung mit dem Kassenzeichen 78 00 71 01 78 42 vom 16. Mai 2007 - wird zurückgewiesen.
Gründe
1.
Die Eingabe des Verfügungsbeklagten vom 21. Mai 2007 ist als Erinnerung gegen den Kostenansatz auszulegen. Über die Erinnerung hat nach § 66 Abs. 1 Satz 1 GKG, § 139 Abs. 1 GVG der Senat zu entscheiden (BGH, Beschl. v. 13. Januar 2005 - V ZR 218/04, NJW-RR 2005, 584; Beschl. v. 12. März 2007 - II ZR 19/05, n. v.).
2.
Die Erinnerung hat keinen Erfolg.
Der Rechtsbehelf nach § 66 GKG kann nur auf eine Verletzung des Kostenrechts gestützt werden (BGH, Beschl. v. 13. Februar 1992 - V ZR 112/90, NJW 1992, 1458; Beschl. v. 8. Dezember 1997 - II ZR 139/96, NJW-RR 1998, 503; Beschl. v. 29. November 2004 - VI ZB 2/04, n. v.). Einwendungen, die sich gegen die Kostenbelastung der Partei als solche richten, sind im Erinnerungsverfahren ausgeschlossen (BGH, Beschl. v. 29. November 2004 - VI ZB 2/04, n. v.).
Der Beklagte wendet sich mit seiner Erinnerung aber gegen die Kostengrundentscheidung; das ist nicht möglich.
Der Kostenansatz von 90 EUR ist richtig. Es sind nach Nr. 1820 der Anlage 1 zum GKG zwei Gebühren festgesetzt worden. Bei einem Streitwert von 670 EUR beträgt die Höhe einer Gebühr 45 EUR ( Anlage 2 zum GKG).
Raebel
Kayser
Cierniak
Lohmann