Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 19.01.1982, Az.: 1 AZR 279/81
Gewerkschaftsbeauftragte
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 19.01.1982
- Aktenzeichen
- 1 AZR 279/81
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1982, 10140
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LAG Hamm - 21.01.1977 - AZ: 3 Sa 941/76
- BAG - 14.02.1978 - AZ: 1 AZR 280/77
- BVerfG - 17.02.1981 - AZ: 2 BvR 384/78
Rechtsgrundlagen
- Art. 9 GG
- Art. 140 GG i.V.m. Art. 137 Abs. 3 WRV
Fundstellen
- BAGE 37, 331 - 344
- MDR 1982, 610-611 (Kurzinformation)
- NJW 1982, 2279 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
Die Gewerkschaften haben jedenfalls dann keinen unmittelbar aus Art. 9 Abs. 3 GG ableitbaren Anspruch auf Duldung gewerkschaftlicher Werbe-, Informations- und Betreuungstätigkeit durch betriebsfremde Gewerkschaftsbeauftragte in kirchlichen Einrichtungen, wenn sie in diesen Einrichtungen bereits durch betriebsangehörige Mitglieder vertreten sind; ob ihre betriebsangehörigen Mitglieder zu einer solchen gewerkschaftlichen Betätigung auch bereit sind, ist unerheblich (im Anschluß an den Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 17. Februar 1981 - 2 BvR 384/ 78 -, BVerfGE 57, 220 = AP Nr. 9 zu Art. 140 GG).
Ein Zutrittsrecht für betriebsfremde Gewerkschaftsbeauftragte ergibt sich auch nicht aus dem Übereinkommen Nr. 135 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 23. Juni 1971.