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Bundesverwaltungsgericht
Beschl. v. 21.12.1979, Az.: BVerwG 4 ER 500.79

Rechtsmittel

Bibliographie

Gericht
BVerwG
Datum
21.12.1979
Aktenzeichen
BVerwG 4 ER 500.79
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 1979, 16274
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • BayVBl 1980, 249
  • NJW 1980, 2427 (Volltext mit amtl. LS)

Der 4. Senat des Bundesverwaltungsgerichts hat
am 21. Dezember 1979
durch
den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Oppenheimer und
die Richter am Bundesverwaltungsgericht Isendahl, Prof. Dr. Weyreuther, Dr. Korbmacher, Prof. Dr. Schlichter und Dr. Niehues
beschlossen:

Tenor:

Der 4. Senat hält nicht mehr an der Auffassung fest, daß die Zustellung gegen Empfangsbekenntnis nach § 5 Abs. 2 des Verwaltungszustellungsgesetzes vom 3. Juli 1952 (BGBl. I S. 379), jetzt in der Fassung vom 19. Mai 1972 (BGBl. I S. 789) - VwZG -, an eine Behörde, eine Körperschaft oder eine Anstalt des öffentlichen Rechts bereits mit dem Eingang des Schriftstücks bei der Behörde, der Körperschaft oder der Anstalt bewirkt sei (Beschluß vom 14. Februar 1966 - BVerwG IV B 112.65 - Buchholz 340 § 8 VwZG Nr. 5: Beschluß vom 1. Februar 1971 - BVerwG IV CB 147.68 - Buchholz 340 § 5 VwZG Nr. 2); er schließt sich insoweit der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts und des Bundesfinanzhofs an, nach der die Zustellung an dem Tage bewirkt ist, an dem der hierfür zuständige Bedienstete der Behörde, Körperschaft oder Anstalt den Empfang bestätigt.

Gründe

1

Bezüglich der Zustellung nach § 5 Abs. 2 VwZG an Rechtsanwälte hat der 4. Senat die o.a. Auffassung auf Anfrage des 2. Senats bereits am 21. März 1979 (4 ER 3.79/1) aufgegeben, so daß der 2. Senat ohne Anrufung des Großen Senats sein der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entsprechendes Urteil vom 17. Mai 1979 - BVerwG 2 C 1.79 - (NJW 1979, 1998) erlassen hat. Im Interesse der Rechtseinheit und der Gleichbehandlung hält es der 4. Senat für folgerichtig, das gleiche auch für die Zustellung an Behörden, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts gelten zu lassen.

Oppenheimer
Isendahl
Prof. Dr. Weyreuther
Dr. Korbmacher
Prof. Dr. Schlichter
Dr. Niehues