Bundesgerichtshof
Urt. v. 15.11.1961, Az.: VIII ZR 115/61
Erneuter Beginn der Rechtsmittelfristen bei nachträglicher Entscheidung
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 15.11.1961
- Aktenzeichen
- VIII ZR 115/61
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1961, 15719
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- OLG Hamburg - 14.12.1960
- LG Hamburg
Rechtsgrundlagen
Hinweis
Hinweis: Verbundenes Verfahren
Volltext siehe unter:
BGH - 15.11.1961 - AZ: VIII ZR 114/61
Amtlicher Leitsatz
Mit der Zustellung der nachträglichen Entscheidung (§ 321 ZPO) beginnt die Berufungsfrist (Revisionsfrist) auch für die Berufung (Revision) gegen das zuerst ergangene Urteil dann von neuem zu laufen, wenn dieses Urteil vor Ablauf der Berufungsfrist (Revisionsfrist) - also nicht nur "innerhalb" der Berufungsfrist (Revisionsfrist) - durch die nachträgliche Entscheidung ergänzt worden ist.
In dem Rechtsstreitverfahren
hat der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs
auf die mündliche Verhandlung vom 15. November 1961
unter Mitwirkung des Senatspräsidenten Dr. Pagendarm sowie
der Bundesrichter Dr. Gelhaar, Artl, Dr. Spieler und Dr. Dorschel
für Recht erkannt:
Tenor:
Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des 10. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts zu Hamburg vom 14. Dezember 1960 wird zurückgewiesen.
Die Klägerin hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.