Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 21.01.1976, Az.: 2 BvR 941/75
„Baader-Meinhof“
Hauptverhandlung; Abwesenheit des Angeklagten; Verhandlungsfähigkeit; Ordnungsgemäße Durchführung; Vereinbarkeit mit dem GG
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 21.01.1976
- Aktenzeichen
- 2 BvR 941/75
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1976, 11074
- Entscheidungsname
- Baader-Meinhof
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- OLG Stuttgart 03.06.1975 - Ausschl. 4/75
- BGH 22.10.1975 - 1 StE 1/74 - StB 18/75
- BVerfG - 13.01.1976 - AZ: 2 BvR 981/75
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BVerfGE 41, 246 - 250
- DRiZ 1976, 122-123
- JZ 1976, 766-767
- MDR 1976, 377 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1976, 413-414 (Volltext mit amtl. LS)
Redaktioneller Leitsatz
Wenn sich der Angeklagte schuldhaft in einen seine Verhandlungsfähigkeit ausschließenden Zustand versetzt hat und dadurch wissentlich die ordnungsgemäße Durchführung der Hauptverhandlung in seiner Gegenwart verhindert, greift § 231a StPO, der vorsieht, daß eine Hauptverhandlung auch in Abwesenheit des Angeklagten fortgesetzt werden kann. Dies ist ferner mit dem Grundgesetz vereinbar.