Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 06.07.1990, Az.: BVerwG 4 A 1/87
Wasserstraßen; Unentgeltliche Nutzung; Anspruch auf Nutzung; Nutzung von Bodenschätzen
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 06.07.1990
- Aktenzeichen
- BVerwG 4 A 1/87
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1990, 12350
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- BVerwGE 85, 223 - 248
- DVBl 1990, 1172-1178 (Volltext mit amtl. LS)
- DÖV 1992, 40 (amtl. Leitsatz)
- NVwZ 1991, 369 (amtl. Leitsatz)
- NVwZ-RR 1991, 13-20 (Volltext mit amtl. LS)
- NuR 1991, 228-234 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Als unentgeltliche Nutzung ist die Entnahme des Meeresbodens nach § 1 III 1 Nr. 1 WaStrG zugunsten des Landes nur zugelassen, wenn sie in einem unmittelbaren Sinne dem öffentlichen Interesse dient.
2. Der Anspruch auf Nutzung i. S. einer entgeltlichen (fiskalischen) Verwertung läßt sich nicht auf § 1 III 1 Nr. 2 WaStrG stützen. Die Entnahme von (schlichtem) Sand und Kies kann nicht als eine "aus dem Eigentum sich ergebende Befugnis zur Nutzung von Bodenschätzen" angesehen werden.
3. Soweit der Bund zur Erfüllung seiner eigenen Verwaltungsaufgaben oder ein Land zu öffentlichen Zwecken i. S. des § 1 III 1 Nr. 1 WaStrG auf den Abbau von Sand und Kies angewiesen sind, wird dies durch das Bundesberggesetz nicht berührt.