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Rechtsanwalt Johann Dirk Kokenge

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Johann Dirk Kokenge

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    Weitere Informationen über Johann Dirk Kokenge

    Johann Dirk Kokenge ist ein renommierter Rechtsanwalt, der von Best Lawyers Deutschland im Bereich "Restrukturierung und Insolvenzrecht" ausgezeichnet wurde. Damit gehört er zu den besten Rechtsanwälten in Deutschland. Seine Mandanten können sich somit auf ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz und entsprechendem Fachwissen verlassen.

    Die Kokenge Rechtsanwaltsgesellschaft ist auf die Sanierung und Restrukturierung spezialisiert. Dabei erfolgt die Beratung ausschließlich in der Insolvenz sowie im Handels- und Gesellschaftsrecht. Insbesondere werden Unternehmen durch die Eigenverwaltung und ggf. durch ein reguläres Insolvenzverfahren begleitet, Haftungsansprüche abgewehrt oder Dienstleistungen als Insolvenzverwalter durchgeführt.

    Vereinbaren Sie jetzt gleich einen Termin mit Rechtsanwalt Johann Dirk Kokenge, indem Sie den roten Button "NACHRICHT SENDEN" verwenden oder erfahren Sie weiter unten mehr über die Fachkompetenzen.

     

    Über die Kanzlei und Johann Dirk Kokenge

    Sind Sie ein mittelständisches Unternehmen, das sich momentan innerhalb einer Krise befindet? Die Anwaltskanzlei Kokenge hilft Ihnen mit Rechtsanwalt Johann Dirk Kokenge wieder den richtigen Kurs einzuschlagen. 

    Dabei wird einzelfallbezogen immer in hochspezialisierten Teams gearbeitet. Jeder Sanierungsprozess ist anders und erfordert die jeweils richtige "Akzentuierung". Insofern werden von der Kanzlei Kokenge von Verfahren zu Verfahren die entsprechenden Teams aus spezialisierte Rechtsanwälten, Steuerberatern, Unternehmensberatern und Sanierungsgeschäftsführern zusammengestellt.

    Als Mandant können Sie sich auf eine langjährige Erfahrung in der Betreuung und Eigenverwaltung bei regulären Insolvenzverfahren verlassen. Hierbei kann Rechtsanwalt Johann Dirk Kokenge und sein Team auf aktuelles Know-How zurückgreifen, insbesondere in den Bereichen Wirtschaftsrechts und der Verhandlungen mit Banken und Lieferanten, Insolvenzrecht, Erstellung von Insolvenzplänen, Handels- und Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht, Prozessrecht, Insolvenzanfechtungsrecht und Organhaftung zurückgreifen.

    Die Kokende Rechtsanwaltsgesellschaft arbeitet unabhängig von den Insolvenzgerichten und ist ausschließlich als Interessenvertreter für die Mandanten tätig. Mit dem hervorragenden Netzwerk kann bundesweit auf Insolvenzverwalter, Insolvenzgerichte, Ansprechpartner bei Banken und Kreditinstituten zurückgegriffen werden. Dadurch lassen sich optimale Verteidigungsstrategien für die Mandanten entwickeln.

     

    Spezialgebiete

    Eigenverwaltung /

    Unter der "Eigenverwaltung" versteht man gemäß den §§ 270 ff InsO die Möglichkeit des Schuldners, die Insolvenzmasse unter der Aufsicht eines Sachwalters selbst zu verwalten und über sie zu verfügen. Der eigenverwaltende Schuldner erfüllt zum großen Teil die Aufgaben eines Insolvenzverwalters:

    "Der Schuldner ist berechtigt, unter der Aufsicht eines Sachwalters die Insolvenzmasse zu verwalten und über sie zu verfügen, wenn das Insolvenzgericht in dem Beschluss über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Eigenverwaltung angeordnet hat.(§ 270 Abs. 1 Satz 1 InsO)

    Dies bedeutet aber auch, dass die so genannte Eigenverwaltung ein Insolvenzverfahren ist.

    Lediglich die "Spielregeln" oder besser gesagt die "Aufgabenverteilung" ist anders geregelt, als in einem regulären Insolvenzverfahren. Aber auch für die Einleitung der Eigenverwaltung ist die Stellung eines Insolvenzantrages beim zuständigen Insolvenzgericht notwendige Voraussetzung. Allerdings bedarf ein Insolvenzantrag, der auch den Antrag auf Anordnung der Eigenverwaltung beinhaltet, einer größeren Vorbereitung, als ein regulärer Insolvenzantrag. Zudem sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen und im Antrag dar zu legen.

    Im Gegensatz zum regulären Insolvenzverfahren wird dann aber - liegen die Voraussetzungen der Eigenverwaltung vor - kein (vorläufiger) Insolvenzverwalter bestellt. Das Gericht wird im Falle der Anordnung der Eigenverwaltung einen Sachwalter bestellen. Im Gegensatz zum Insolvenzverwalter hat dieser aber grundsätzlich nur Kontroll- und Überwachungsfunktionen. Die Verfügungsgewalt über die Insolvenzmasse - also z.B. das insolvente Unternehmen - verbleibt vollständig beim eigenverwaltenden Schuldner bzw. dessen Organen (dem Geschäftsführer oder Vorstand).

    Erfahren Sie hier mehr zur Eigenverwaltung

     

    Das Schutzschirmverfahren

    Das so genannte Schutzschirmverfahren gemäß § 270b InsO ist eine von zwei "Spielarten" der Eigenverwaltung. Dieses wurde mit dem ESUG (dem Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) zum 01.03.2012 in die Insolvenzordnung aufgenommen. Anfangs wurde das Schutzschirmverfahren als "das Eigenverwaltungsverfahren" gerühmt. Allerdings hat die Praxis der vergangenen Jahre gezeigt, dass für den Großteil der zu sanierenden Unternehmen die Einstiegshürden für das Schutzschirmverfahren nach § 270b InsO zu hoch sind und viele - vorrangig kleine und mittelständische-  Unternehmen / Familienunternehmen die Voraussetzungen nicht erfüllen. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass die (vorläufige) Eigenverwaltung gemäß § 270a InsO genauso effektiv zu guten Sanierungsergebnissen führt. Im Ergebnis sind in den letzten Jahren von allen Eigenverwaltungsverfahren die weitaus größere Zahl als § 270a-Verfahren und nicht als Schutzschirmverfahren gemäß § 270b InsO geführt worden. 

    Mehr zu Voraussetzungen, Bescheinigung und Fristen

     

    Weitere Themen in der Eigenverwaltung

    Ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung berührt vielfältige Themen und Fragestellungen, die teilweise bereits vor der Antragstellung eingeleitet oder jedenfalls gut vorbereitet werden müssen.

    Auf alle Themen ausführlich im Rahmen dieser Internetseite einzugehen, ist nahezu unmöglich. Dies würde ganze Bücher füllen. Dennoch versuchen wir an diese Stelle ein paar, wenige der wichtigen Themen herauszugreifen und mit wenigen Worten zu erläutern, was sich dahinter verbirgt.

    Details hierzu, wie auch zu zahlreichen anderen Fragestellungen können dann am besten in einem persönlichen Gespräch - so zu sagen "live" am aktuellen Fall - besprochen und diskutiert werden.

    Alle Themen hier im Detail

     

     

    Der Insolvenzplan /

    Der Insolvenzplan ist ein mächtiges Instrument, sowohl Einfluss auf die Verwertung der Insolvenzmasse zu nehmen, als auch den Ablauf des Insolvenzverfahrens maßgeblich - und abweichend von dem grundsätzlichen Ablauf eines Regelinsolvenzverfahrens - zu bestimmen. Der Insolvenzplan ist somit besonderer Ausdruck der Gläubiger-Autonomie der Insolvenzordnung.

    Der Insolvenzplan bietet damit den beteiligten an einem Insolvenzverfahren einen rechtlichen Namen zur Bewältigung der aufgetretenen Probleme (= die Probleme, die zur Insolvenzgeführt haben; Beseitigung der Insolvenzgründe) abweichend von der Insolvenzordnung.

    Ein Insolvenzplan kann in jedem Insolvenzverfahren (egal ob Regelinsolvenzverfahren, Eigenverwaltung oder Verbraucherverfahren) sowohl vom Insolvenzverwalter, als auch dem Schuldner bzw. dem schuldnerischen/insolventen Unternehmen vorgelegt werden (§ 218 InsO). Der Insolvenzplan muss alle getroffenen und noch zu treffenden Maßnahmen des Insolvenzverfahrens darstellen (§ 220 InsO):

    "Im darstellenden Teil des Insolvenzplans wird beschrieben, welche Maßnahmen nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens getroffen worden sind oder noch getroffen werden sollen, um die Grundlagen für die geplante Gestaltung der Rechte der Beteiligten zu schaffen." (§ 220 Abs. 1 InsO)

    Diese Darstellung stellt die Grundlage eines Insolvenzplanes dar. Da über den Insolvenzplan sämtliche Gläubiger eines Insolvenzverfahrens abstimmen müssen ist dieser teil des Planes nicht zu unterschätzen, da nur durch eine lückenlose und professionelle Darstellung aller Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen im Insolvenzverfahren den Gläubigern vermittelt werden kann, weshalb sich diese Maßnahmen auch für die Gläubiger rentieren und diese dem Plan zustimmen sollten.

    Gesamte Übersicht zum Insolvenzplan ansehen

     

    Aufbau und Inhalte eines Insolvenzplans

    Aufbau und Inhalte eines Insolvenzplanes sind immer auf den Einzelfall und das jeweilige Insolvenzverfahren abgestimmt. Dies bedeutet, die folgenden Informationen können nur allgemeiner Natur und grundlegender Art sein.

    Zweigeteilt: darstellender und gestaltender Teil

    Die Insolvenzordnung sieht vor, dass jeder Insolvenzplan aus einem darstellenden und einem gestaltenden Teil besteht (vgl. §§ 220, 221 InsO).

    Darstellender Teil

    Der darstellender Teile des Insolvenzplanes enthält die Grundlagen, die für die Entscheidung der Gläubiger über ihre Zustimmung oder Nicht-Zustimmung zu dem Plan entscheidend sind. Im darstellenden Teil des Plans werden nicht nur beschrieben, welche Maßnahmen im Insolvenzverfahren eingeleitete wurden und noch umgesetzt werden sollen, sondern er enthält auch alle Angaben zu den Grundlagen und den Auswirkungen des Plans, die für die Entscheidung der Beteiligten über die Zustimmung zum Plan und für dessen gerichtliche Bestätigung erheblich sind.

    Alles hier zum Insolvenzplan erfahren

     

    Ablauf des Planverfahrens bei Insolvenzen

    Ein Insolvenzplan kann - sinn- und naturgemäß - nur während eines Insolvenzverfahrens (Regelinsolvenz, Eigenverwaltung, Verbraucherinsolvenz) vorgelegt werden. Allerdings greift der Insolvenzplan regelmäßig in den regulären Ablauf eines Insolvenzverfahrens ein. D.h. in der Regel sorgt der Insolvenzplan für die vorzeitige Beendigung eines Insolvenzverfahrens. Insofern wird oftmals von einem "Insolvenzplanverfahren" gesprochen. Dieser begriff beschreibt jedoch nur die notwendigen Schritte, Fristen und Termine, die zu einer erfolgreichen Umsetzung eines Insolvenzplanes erforderlich sind. Streng genommen handelt es sich jedoch nicht um ein eigenes Planverfahren, sondern um spezielle Regelungen und Verfahrensabschnitte innerhalb eines Insolvenzverfahrens.

    Hier mehr zum Ablauf von Planverfahren lesen

     

     

    Das Insolvenzverfahren /

    Auch ein reguläres Insolvenzverfahren bietet die Möglichkeit zur effektiven Entschuldung und sogar zum Erhalt eines insolventen Unternehmens. Ein Insolvenzverfahren bedeutet also nicht in jedem Fall die Einstellung eines Geschäftsbetriebes oder die Aufgabe jeder geschäftlichen / unternehmerischen Tätigkeit.

    Reguläre Insolvenzverfahren - die Eigenverwaltung ausgenommen - lassen sich grundsätzlich in zwei Arten einteilen: Insolvenzverfahren (für Gesellschaften, wie z.B. GmbHs, AGs) und Verbraucherinsolvenzverfahren. Zum Thema Verbraucherinsolvenzverfahren finden Sie unter Verbraucherinsolvenz weitergehende Informationen. Die folgenden Zeilen geben Ihnen einen allgemeinen Überblick über (reguläre) Insolvenzverfahren, insbesondere für Gesellschaften, wie zum Beispiel GmbHs oder AGs. Selbstständige Unternehmer, die ihrer unternehmerische Tätigkeit nicht in Form einer juristischen Person nachgehen, können, ähnlich wie Verbraucher in den Vorzug der so genannten Restschuldbefreiung gelangen. Insofern sind für diese Personengruppe die Ausführungen zum Verbraucherinsolvenzverfahren - insbesondere zur Restschuldbefreiung - ebenfalls wichtig.

    Lesen Sie hier mehr über das Insolvenzverfahren

     

    Verbraucherinsolvenz

    Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist im Grunde ein vereinfachtes Insolvenzverfahren, welches insolventen (zahlungsunfähigen) Privatpersonen die Möglichkeit eröffnen, schuldenfrei zu werden und so zu sagen einen "finanziellen Neustart" zu schaffen. Dieses "vereinfachte" Insolvenzverfahren steht grundsätzlich nur Verbrauchern offen. Jedoch gibt es auch Ausnahmen:

    "Ist der Schuldner eine natürliche Person, die keine selbständige wirtschaftliche Tätigkeit ausübt oder ausgeübt hat, so gelten für das Verfahren die allgemeinen Vorschriften, soweit in diesem Teil nichts anderes bestimmt ist. Hat der Schuldner eine selbständige wirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt, so findet Satz 1 Anwendung, wenn seine Vermögensverhältnisse überschaubar sind und gegen ihn keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen bestehen." (§ 304 Abs. 1 Satz 1 und Satz 2 InsO)

    Demnach können auch Selbstständige in die Vorzüge des "vereinfachten" Insolvenzverfahrens / Verbraucherinsolvenzverfahrens kommen, wenn ihre Vermögensverhältnisse überschaubar sind und gegen sie keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen bestehen. Überschaubar sind die Vermögensverhältnisse gemäß § 304 Abs. 2 InsO, wenn

    "(...) der Schuldner zu dem Zeitpunkt, zu dem der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt wird, weniger als 20 Gläubiger hat." (vgl. § 304 Abs. 2 InsO)

    Das "Verbraucherinsolvenzverfahren" steht somit allen Privatpersonen offenen und denjenigen Selbstständigen, die weniger als 20 Gläubiger haben und gegen die keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen gerichtet sind.

    Das Verbraucherinsolvenzverfahren gliedert sich grundsätzlich in vier Verfahrensabschnitte, wobei bereits der erste Verfahrensschritt noch - zwingend - vor der Stellung des Insolvenzantrages ansetzt.

    Alles über Verbraucherinsolvenz erfahren

     

    Gläubigerinteressen

    Viele Gläubiger, die von der Insolvenz zum Beispiel eines Geschäftspartners betroffen sind, wissen nicht, dass sich ihre Forderungen oftmals noch durchsetzen lassen. Zwar kommt es auf den Einzelfall an, aber als Lieferant oder Dienstleisters des insolventen Schuldners haben Sie und er Regel gute Chancen jedenfalls einen erheblichen Teil ihrer Forderungen noch zu realisieren.

    Wichtig ist, dass Sie sich bereits im Vorfeld einer potentiellen Insolvenz absichern. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die "einfach nur genutzt" werden müssen. Sprechen Sie uns gerne darauf an. Da wir beide Seiten - sowohl die Schuldnerseite, als auch die Insolvenzverwalterseite - kennen, können wir professionell, schnell und unkompliziert helfen. Wir können Ihre Interessen professionell sowohl im vorinsolvenzrechtlichen Bereich, als auch im Insolvenzverfahren vertreten, wahren und durchsetzen, auch und insbesondere in Konkurrenzsituationen mit anderen (Sicherungs-)Gläubigern, wie zum Beispiel Kreditinstituten.

    Mehr zum Thema Gläubigerinteressen

     

     

    Geschäftsführerhaftung /

    Gerade Geschäftsführer und Vorstände sehen sich in der Insolvenz ihrer Gesellschaft einem verstärkten Haftungsrisiko ausgesetzt. Dies gilt für jeden Geschäftsführer, auch wenn mehrere Geschäftsführer bestellt sind und diesen jeweils spezielle Aufgaben zugeteilt sind (beispielsweise Geschäftsführer für Finanzen, für operatives Geschäft, für Marketing usw.). Das Gesetz sieht eine gesamtschuldnerische Haftung aller Geschäftsführer vor. Der einzelne Geschäftsführer kann sich nicht der Haftung entziehen, mit dem Hinweis eine bestimmte Tätigkeit hätte nicht zu seinen Aufgaben gehört. Insofern muss oberstes Gebot eines jeden Geschäftsführers sein, sich umfassend zu informieren, um entsprechend reagieren zu können. Neben der zivilrechtlichen Haftung droht zudem eine strafrechtliche Haftung, z.B. für die verspätete Stellung eines Insolvenzantrages (§ 15a InsO) oder das Vorenthalten oder Veruntreuen von Arbeitsentgelt (§ 266a StGB).

    Die folgenden Informationen beziehen sich zunächst auf den GmbH-Geschäftsführer. Die zentrale Haftungsnorm ist der § 64 GmbHG. Allerdings gibt es gleichlaufende Vorschriften auch für den Geschäftsführer der GmbH & Co. KG (§ 130a HGB) und den Vorstand einer Aktiengesellschaft (§ 92 AktG).

    "Die Geschäftsführer sind der Gesellschaft zum Ersatz von Zahlungen verpflichtet, die nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft oder nach Feststellung ihrer Überschuldung geleistet werden." (§ 64 Satz 1 GmbHG)

    Hieraus ergibt sich unmittelbar, dass der / die Geschäftsführer ständig den Überblick über die Liquiditätslage und den Überschuldungsstatus haben müssen. Die Konsequenzen des § 64 Satz1 GmbHG treten ein, sobald die Zahlungsunfähigkeit im Sinne des § 17 InsO oder die (insolvenzrechtliche) Überschuldung gemäß § 19 InsO eingetreten ist. An dieser Stelle ist anzuraten, selbst bei kleinsten Anhaltspunkten auf ein entsprechendes Problem, die Zahlungsunfähigkeit und/oder die insolvenzrechtliche Überschuldung prüfen zu lassen. Nutzen Sie dazu z.B. unsere Quick-Check-Prüfung zu den Insolvenzgründen. Denn, liegt ein Insolvenzgrund vor, müssen Sie sich als Geschäftsführer / Vorstand an bestimmte Regeln halten, um einer Haftung zu entgehen. Und dies sogar zeitlich vor der Stellung eines Insolvenzantrages.

    Alle Details zur Geschäftsführerhaftung

     

    Insolvenzanfechtung

    Oftmals wird die so genannte Insolvenzanfechtung als "das schärfste Schwert" des Insolvenzverwalter bezeichnet. Hinter der Insolvenzanfechtung verbirgt sich der Grundgedanke, dass in einem Insolvenzverfahren alle Gläubiger gleich behandelt werden sollen und kein Gläubiger Vorrang vor dem anderen bekommt.

    Um diesen Grundsatz so gut wie möglich erfüllen zu können hat der Gesetzgeber mit den §§ 129 bis 143 InsO verschiedene Möglichkeiten geschaffen, die Insolvenzmasse zusammen zu halten. Hierzu gehört auch, dass Vermögensgegenstände oder auch Zahlungen vom Insolvenzverwalter zurückgefordert werden können, wenn diese aus dem Vermögen des Schuldners in anfechtbarer Weise veräußert, weggegeben oder aufgegeben worden sind. Auch wenn jeder Insolvenzanfechtungsanspruch andere Voraussetzungen aufweist, gilt der Grundsatz, dass die zurückgeforderten Vermögensgegenstände in einer Zeit aus dem Vermögen des Schuldners herausgetrennt wurden, als dieser bereits in einer Krisensituation war. D.h. der Schuldner war zu diesem Zeitpunkt schon (drohend) zahlungsunfähig und/oder insolvenzrechtlich überschuldet.

    Mehr zur Insolvenzanfechtung finden Sie hier

     

    Haftungsbescheide

    In vielen Unternehmens-Insolvenzen sehen sie Geschäftsführer einer GmbH, KG oder AG neben den insolvenzrechtlichen und gesellschaftsrechtlichen Haftungsansprüchen auch zusätzlich noch steuerrechtlichen Ansprüchen ausgesetzt. Insbesondere sind hier die so genannten Haftungsbescheide gemäß §§ 69, 71 AO einschlägig.

    "Haftung im deutschen Steuerrecht bedeutet das Einstehen mit dem eigenen Vermögen für eine fremde Steuerschuld."

    Für diese steuerrechtliche Haftung kennen die Steuergesetze eine Vielzahl von Tatbeständen. Im Zusammenhang mit Unternehmensinsolvenzen sind hier jedoch allen voran die § 69 AO und des § 71 AO zu nennen. Während § 71 AO die Haftung des Stuerhinterziehers und des Steuerhehlers sanktioniert, regelt § 69 AO die Haftung des gesetzlichen Vertreters (z.B. Geschäftsführer, Vorstand), des Vermögensverwalters oder des Verfügungsberechtigten.

    Lesen Sie hier mehr zu Haftungsbescheide

     

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