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Bundesverwaltungsgericht
Beschl. v. 22.12.2015, Az.: BVerwG 2 B 2.15

Entgegenstehen des Rechtsstaats- und das Demokratieprinzips dem erstmaligen Erlass einer Verordnung durch den Gesetzgeber; Erlass dieser Verordnung im Rahmen der Änderung komplexer Regelungsgefüge

Bibliographie

Gericht
BVerwG
Datum
22.12.2015
Aktenzeichen
BVerwG 2 B 2.15
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 2015, 34549
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
ECLI:DE:BVerwG:2015:221215B2B2.15.0

Verfahrensgang

vorgehend
VG Minden - 08.05.2014 - AZ: 4 K 96/14
OVG Nordrhein-Westfalen - 27.10.2014 - AZ: 3 A 1217/14
nachfolgend
BVerwG - 15.12.2016 - AZ: 2 C 31.15

In der Verwaltungsstreitsache
hat der 2. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
am 22. Dezember 2015
durch
den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Domgörgen und
die Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Hartung und Dr. Günther
beschlossen:

Tenor:

Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen über die Nichtzulassung der Revision gegen sein Urteil vom 27. Oktober 2014 wird aufgehoben.

Die Revision wird zugelassen.

Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache.

Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Revisionsverfahren vorläufig auf die Wertstufe bis 500 € festgesetzt.

Gründe

1

Die Revision des Klägers ist zuzulassen, weil die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung im Sinne von § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO hat. Das Revisionsverfahren erscheint zur Klärung der sinngemäß aufgeworfenen Frage geeignet, ob das Rechtsstaats- und das Demokratieprinzip dem erstmaligen Erlass einer Verordnung durch den Gesetzgeber auch dann entgegenstehen, wenn diese Verordnung im Rahmen der Änderung komplexer Regelungsgefüge erlassen wird.

2

Die vorläufige Festsetzung des Werts des Streitgegenstandes für das Revisionsverfahren beruht auf § 63 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 52 Abs. 3 Satz 1 GKG und entspricht der Wertfestsetzung des Berufungsgerichts.

Domgörgen
Dr. Hartung
Dr. Günther