Bundesverwaltungsgericht
Beschl. v. 07.04.2006, Az.: BVerwG 5 B 2/06
Unverschuldetes Hindernis eines Erklärungsberechtigten bei bloßer Vermutung der deutschen Volkszugehörigkeit seiner Mutter mangels konkreter Hinweise auf die Staatsangehörigkeit; Zulassung der Revision wegen grundsätzliche Bedeutung der Rechtsfrage
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 07.04.2006
- Aktenzeichen
- BVerwG 5 B 2/06
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 2006, 14668
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Köln - 12.05.2004 - AZ: 10 K 2461/03
- OVG Nordrhein-Westfalen - 29.09.2005 - AZ: 19 A 2464/04
- nachfolgend
- BVerwG - 07.04.2006 - AZ: BVerwG 5 PKH 1.06; BVerwG 5 B 2.06, 5 C 18.06
- BVerwG - 16.11.2006 - AZ: BVerwG 5 C 18/06
Rechtsgrundlagen
- § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO
- Art. 3 Abs. 7 RuStAÄndG
In der Verwaltungsstreitsache
hat der 5. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
am 7. April 2006
durch
den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Säcker und
die Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Rothkegel und Prof. Dr. Berlit
beschlossen:
Tenor:
Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen über die Nichtzulassung der Revision in seinem Beschluss vom 29. September 2005 wird aufgehoben.
Die Revision wird zugelassen.
Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache.
Den Klägern wird für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht Prozesskostenhilfe bewilligt und Rechtsanwalt ..., ..., beigeordnet (§ 166 VwGO i.V.m. §§ 114, 119 Abs. 1 Satz 1, § 121 Abs. 1 ZPO)
Gründe
Die Revision gegen den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 29. September 2005 ist nach § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache zuzulassen. Das Revisionsverfahren kann zur Klärung der Frage beitragen, ob bei einem im Ausland lebenden Erklärungsberechtigten ein unverschuldetes Hindernis im Sinne des Art. 3 Abs. 7 RuStAÄndG 1974 vorliegt, wenn er zwar keine konkreten Hinweise auf eine bei seiner Geburt deutsche Staatsangehörigkeit seiner Mutter hat, sie aber für eine deutsche Volkszugehörige im Sinne des § 6 BVFG hält.
Dr. Rothkegel
Prof. Dr. Berlit