Bundesverwaltungsgericht
Beschl. v. 15.12.2004, Az.: BVerwG 7 B 131/04
Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung einer Rechtssache; Grundsätzliche Klärungsbedürftigkeit der Frage, ob eine abfallrechtliche Inanspruchnahme der Bundesrepublik Deutschland, die an eine Verletzung ordnungsrechtlicher Vorschriften durch das Deutsche Reich anknüpft, nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 AKG (Allgemeines Kriegsfolgengesetzes) ausgeschlossen ist
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 15.12.2004
- Aktenzeichen
- BVerwG 7 B 131/04
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 2004, 26885
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Lüneburg - 21.03.2002 - AZ.: VG 2 A 255/01
- VG Lüneburg - 21.03.2002 - AZ.: VG 2 A 261/01
- OVG Niedersachsen - 21.04.2004 - AZ: 7 LC 97/02
- OVG Niedersachsen - 21.04.2004 - AZ: 7 LC 98/02
- nachfolgend
- BVerwG - 15.12.2004 - AZ: BVerwG 7 B 130/04
- BVerwG - 03.11.2005 - AZ: BVerwG 7 C 27.04
In der Verwaltungsstreitsache
hat der 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
am 15. Dezember 2004
durch
den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht S a i l e r und
die Richter am Bundesverwaltungsgericht K l e y und H e r b e r t
beschlossen:
Tenor:
Die Entscheidung des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts über die Nichtzulassung der Revision gegen sein Urteil vom 21. April 2004 wird aufgehoben.
Die Revision wird zugelassen.
Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache.
Der Wert des Streitgegenstands wird für das Beschwerdeverfahren und für das Revisionsverfahren - insoweit vorläufig - auf 312 893 EUR festgesetzt.
Gründe
Die Beschwerde ist begründet. Die Rechtssache hat grundsätzliche Bedeutung im Sinne des § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO. Das Revisionsverfahren kann Gelegenheit zur Klärung der Frage bieten, ob eine abfallrechtliche Inanspruchnahme der Bundesrepublik Deutschland, die an eine Verletzung ordnungsrechtlicher Vorschriften durch das Deutsche Reich anknüpft, nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes - AKG - ausgeschlossen ist.
Streitwertbeschluss:
Der Wert des Streitgegenstands wird für das Beschwerdeverfahren und für das Revisionsverfahren - insoweit vorläufig - auf 312 893 EUR festgesetzt.
Die Streitwertfestsetzung für das Beschwerdeverfahren folgt aus § 47 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 i.V.m. § 52 Abs. 1 und § 72 Nr. 1 GKG; die vorläufige Streitwertfestsetzung für das Revisionsverfahren beruht auf § 47 Abs. 1 i.V.m. § 52 Abs. 1, § 63 Abs. 1 Satz 1 und § 72 Nr. 1 GKG.
Kley
Herbert