Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 16.10.1995, Az.: BVerwG 7 B 163/95
Vermögensfragen; Unredlichkeit; Beweislast; Wiedereinsetzung; Glaubhaftmachung; Fristwahrender Schriftsatz; Beleg; Frist; Nichterweislichkeit
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 16.10.1995
- Aktenzeichen
- BVerwG 7 B 163/95
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1995, 13581
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Leipzig - 08.12.1994 - AZ: 1 K 110/94
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BB 1996, 132 (Volltext mit amtl. LS)
- EWiR 1996, 227-228 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
- MDR 1996, 226-227 (Urteilsbesprechung von Dr. Klaus-J. Melullis, Richter am Bundesgerichtshof)
- NJ 1996, 56 (amtl. Leitsatz)
- NJW 1996, 409-410 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ 1996, 265 (amtl. Leitsatz)
- ZIP 1995, 2016-2018 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Läßt sich nicht abschließend aufklären, ob die tatsächlichen Voraussetzungen für einen redlichen Erwerb i. S. von § 4 II 1 und III VermG gegeben sind, geht die Nichterweislichkeit grundsätzlich zu Lasten des Erwerbers, sofern überhaupt greifbare tatsächliche Anhaltspunkte für eine mögliche Unredlichkeit bestehen.
2. Die Absendung eines beim Adressaten nicht eingegangenen fristwahrenden Schriftsatzes muß nicht zwingend durch einen postalischen Beleg (Einlieferungsschein) glaubhaft gemacht werden; hierfür kann auch eine Versicherung des Absendenden an Eides Staat über die Umstände der Aufgabe zur Post genügen.