Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 10.02.1994, Az.: BVerwG 8 B 229/93
Grundstückseigentümer; Erlaß der Grundsteuer; Ertragsschwäche des Grundstücks; Beschränkungen der Miethöhe; Sachliche Härte
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 10.02.1994
- Aktenzeichen
- BVerwG 8 B 229/93
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1994, 13329
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Leipzig 10.02.1993 - 4 K 508/92
- OVG Bautzen 05.10.1993 - 2 S 147/93
Rechtsgrundlagen
- § 33 GrStG
- § 163 AO 1977
- § 227 AO 1977
Fundstelle
- FiWi 1994, 165
Amtlicher Leitsatz
1. Ein Grundstückseigentümer hat keinen Anspruch auf Erlaß der Grundsteuer in entsprechender Anwendung des § 33 GrStG, wenn die Ertragsschwäche des Grundstücks als Folge gesetzlicher Beschränkungen der Miethöhe von vornherein besteht.
2. Die Grundsteuer fällt als ertragsunabhängige Real- oder Objektsteuer auch bei ertragslosen Grundstücken an; die mangelhafte Ertragslage begründet deshalb auch keine zum Billigkeitserlaß berechtigende sachliche Härte gemäß §§ 163, 227 AO (wie Urteil vom 4. Juni 1982 - BVerwG 8 C 53.81 - BVerwGE 65, 355 (358)).