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Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 08.09.1993, Az.: BVerwG 11 C 38/92

Innerstädtische Fußgängerzone; Kernbereich des Anliegergebrauchs; Zulassung von Zusatzschildern; Anliegerverkehr in der Fußgängerzone; Grundsatz der Verhältnismäßigkeit; Lieferverkehr

Bibliographie

Gericht
BVerwG
Datum
08.09.1993
Aktenzeichen
BVerwG 11 C 38/92
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1993, 13000
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • BVerwGE 94, 136 - 143
  • DAR 1994, 250 (amtl. Leitsatz)
  • DVBl 1994, 345-347 (Volltext mit amtl. LS)
  • DÖV 1994, 345-346 (Volltext mit amtl. LS)
  • GewArch 1994, 214
  • JZ 1994, 520-522 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
  • NJW 1994, 1080-1081 (Volltext mit amtl. LS)
  • NVwZ 1994, 577 (amtl. Leitsatz)
  • NZV 1994, 125-126 (Volltext mit amtl. LS)
  • VRS 87, 63
  • VRS 1994, 63
  • VerkMitt 1994, 26
  • ZfS 1994, 112
  • zfs 1994, 112 (Kurzinformation)

Redaktioneller Leitsatz

1) Bei einem Grundstück in einer innerstädtischen Füßgängerzone gehört die uneingeschränkte Anfahrmöglickeit mit Kraftfahrzeugen nicht zu den durch Art. 14 Abs. 1 GG geschützten Kernbereich des Anliegergebrauchs.

2) Stimmt der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit mit den Anliegerinteressen und der Berücksichtigung der straßenverkehrsrechtlichen Belange in Bezug auf Zusatzschilder überein, so darf die Straßenverkehrsbehörde einen widmungsrechtlcih erlaubten Anliegerverkehr in einer Fußgängerzone aufgrund des § 45 Abs. 1 b S. 1 Nr. 4 StVO durch Zusatzschilder zulassen oder einschränken.

3) Der geschäftsmäßige Transport von Sachen von oder zu Gewerbetreibenden sowie von oder zu sonstigen Kunden eines Gewerbetreibenden ist unter "Lieferverkehr" (Zusatzzeichen Gruppe 1026 - 35 zu § 39 Abs. 1 StVO) zu verstehen.