Bundesverwaltungsgericht
Beschl. v. 22.10.1991, Az.: BVerwG 6 ER 502.91
Mitbestimmungsrecht des Personalrats bei der Übertragung einer höher oder niedriger zu bewertenden Tätigkeit an einen Angestellten
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 22.10.1991
- Aktenzeichen
- BVerwG 6 ER 502.91
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1991, 19861
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- GmS - OGB 4/91
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- PersR 1992, 104
- ZfPR 1992, 176 (amtl. Leitsatz)
Der 6. Senat des Bundesverwaltungsgerichts hat
am 22. Oktober 1991
durch
die Richter am Bundesverwaltungsgericht Nettesheim, Ernst, Dr. Seibert, Albers und
Dr. Vogelgesang
beschlossen:
Tenor:
Der 6. Senat des Bundesverwaltungsgerichts hält nicht an der vom 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts in dem Beschluß vom 3. Juni 1977 - BVerwG 7 P 8.75 - (BVerwGE 54, 92) vertretenen Rechtsauffassung fest, daß die vorübergehende oder vertretungsweise Übertragung einer höher oder niedriger zu bewertenden Tätigkeit an einen Angestellten nicht der Mitbestimmung des Personalrats unterliegt; er schließt sich insoweit der Rechtsauffassung des Bundesarbeitsgerichts in dem Vorlegungsbeschluß vom 18. Juni 1991 - 1 ABR 56/90 (A) - an, wonach gemäß § 75 Abs. 1 Nr. 2 BPersVG auch derartige Maßnahmen mitbestimmungspflichtig sind.
Ernst
Dr. Seibert
Albers
Dr. Vogelgesang