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Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 06.10.1989, Az.: BVerwG 4 CB 23/89

Baugenehmigung; Anfechtung; Ehrenamtlicher Richter; Ablehnung; Befangenheitsgrund

Bibliographie

Gericht
BVerwG
Datum
06.10.1989
Aktenzeichen
BVerwG 4 CB 23/89
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1989, 12315
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
VG Schleswig 28.01.1987 - 2 A 9/84
OVG Lüneburg 29.11.1988 - 1 A 50/87
nachfolgend
BVerfG - 05.02.1996 - AZ: 1 BvR 1487/89

Fundstellen

  • DVBl 1990, 383 (amtl. Leitsatz)
  • HFR 1991, 113-115 (Volltext mit amtl. LS)
  • MDR 1990, 397
  • NJW 1990, 1865 (amtl. Leitsatz)
  • NVwZ 1990, 460-462 (Volltext mit amtl. LS)

Amtlicher Leitsatz

1. Der in § 54 III VwGO gesetzlich vermutete Befangenheitsgrund muß durch ein rechtzeitig gestelltes Ablehnungsgesuch geltend gemacht werden.

2. Ein ehrenamtlicher Richter, der bei der Entscheidung über das für die angefochtene Baugenehmigung erforderliche gemeindliche Einvernehmen (§ 36 BauGB) nur vorbereitend und beratend, nicht aber als Mitglied des gemeindlichen Beschlußorgans mitgewirkt hat, ist nicht nach § 54 II VwGO ausgeschlossen.