Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 10.04.1975, Az.: BVerwG 3 C 78/73
Verzinsung eines Erstattungsanspruchs; Ausgleichsleistungen; Rückforderungsbescheid; Schadenszinsen; Unerlaubte Handlungen
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 10.04.1975
- Aktenzeichen
- BVerwG 3 C 78/73
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1975, 11045
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
- § 360 Abs. 2 S. 4 Hs. 2 LAG
- § 818 Abs. 1 1896 BGB
- § 819 1896 BGB
- § 284 1896 BGB
- § 288 1896 BGB
- § 823 Abs. 2 1896 BGB
- § 263 StGB
Fundstellen
- BVerwGE 48, 133
- MDR 1975, 871
Amtlicher Leitsatz
1. Der Erstattungsanspruch nach Ausschließung von der Gewährung von Ausgleichsleistungen gemäß LAG § 360 Abs. 2 S. 4 Halbs. 2 ist jedenfalls für die Zeit bis zum Erlaß des Rückforderungsbescheides dann nicht verzinslich, wenn der Empfänger den Mangel des rechtlichen Grundes nicht positiv kannte.
2. Ansprüche auf sogenannte Schadenszinsen, die auf die Vorschriften des BGB über unerlaubte Handlungen gestützt sind, können im Rückforderungsbescheid der Ausgleichsbehörde nicht rechtswirksam festgestellt werden.