Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 06.08.2009, Az.: 1 BvR 1553/08
Verfassungsbeschwerde betreffend die Versagung von Beratungshilfe nach dem Beratungshilfegesetz (BerHG); Zumutbarkeit für eine Person mit einem geringen Einkommen zur kostenlosen Einlegung eines Widerspruchs und zur Inanspruchnahme der Beratung der den Ausgangsverwaltungsakt erlassenen Behörde
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 06.08.2009
- Aktenzeichen
- 1 BvR 1553/08
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 2009, 22149
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- AG Zwickau - 29.04.2008 - AZ: 014 UR II 00341/08 -
- AG Zwickau - 29.04.2008 - AZ: 014 UR II 00329/08
- AG Zwickau - 29.04.2008 - AZ: 014 UR II 00328/08
Rechtsgrundlagen
Verfahrensgegenstand
Verfassungsbeschwerden
Hinweis
Hinweis: Verbundenes Verfahren
Volltext siehe unter: BVerfG - 06.08.2009 - AZ: 1 BvR 1549/08
Weitere Verbundverfahren:
BVerfG - 06.08.2009 - AZ: 1 BvR 1587/08
In den Verfahren
...
hat die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts
durch
die Richterin Hohmann-Dennhardt und
die Richter Gaier, Kirchhof
am 6. August 2009
einstimmig beschlossen:
Tenor:
Die Verfassungsbeschwerden werden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden.
Die Beschlüsse des Amtsgerichts Zwickau vom 29. April 2008 - 014 UR II 00341/08, 014 UR II 00329/08, 014 UR II 00328/08 - verletzen die Beschwerdeführerinnen in ihrem Grundrecht aus Artikel 3 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 20 Absatz 1 und Absatz 3 des Grundgesetzes. Sie werden aufgehoben. Die Sachen werden an das Amtsgericht Zwickau zurückverwiesen.
Der Freistaat Sachsen hat den Beschwerdeführerinnen die notwendigen Auslagen zu erstatten.