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Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 11.09.2007, Az.: 1 BvR 830/06

Verfassungsrechtliches Gebot der Trennung von Medienpolitik und Gebührenfestsetzung; Vereinbarkeit von Zustimmungsgesetzen und Zustimmungsbeschlüssen der Länder zu Art. 6 Nr. 4 des Achten Rundfunkänderungsstaatsvertrags (8. RÄndStV) mit der Rundfunkfreiheit; Verfassungsmäßige Anforderungen an das Verfahren zur Festsetzung der Rundfunkgebühr; Zulässigkeit und Voraussetzungen einer Abweichung vom Gebührenvorschlag der unabhängigen Kommission zur Überprüfung und Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) durch die Länder; Verfassungsmäßigkeit von § 3 Abs. 1 S. 2 des Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrags (RFinStV); Verfassungsbeschwerdebefugnis der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sowie des Deutschlandradios gegen eine Verletzung der Rundfunkfreiheit; Gesetzgeberischer Gestaltungsspielraum bei der Bestimmung der Funktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und dessen Finanzbedarfs; Inhalt der Gewährleistung der Rundfunkfreiheit in der dualen Rundfunkordnung; Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bei der Rundfunkgebührenfestetzung

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
11.09.2007
Aktenzeichen
1 BvR 830/06
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 2007, 37147
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • BVerfGE 119, 181 - 246
  • CR 2008, 19-23 (Volltext mit red./amtl. LS)
  • CR 2007, R121 (Kurzinformation)
  • JZ Information 2007, 474 (Kurzinformation)
  • JZ Information 2007, 616 (amtl. Leitsatz)
  • JuS 2007, XXIV Heft 11 (Pressemitteilung)
  • JuS 2008, 544-546 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
  • K&R 2008, 214-223 (Urteilsbesprechung von Prof. Dr. Christoph Degenhart)
  • MMR 2007, 770-778 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJ 2007, III Heft 10 (Pressemitteilung)
  • NVwZ 2007, 1287-1296 (Volltext mit amtl. LS)
  • NVwZ 2007, 1265-1268 (Urteilsbesprechung von Dr. Kurt Faßbender)
  • NVwZ 2007, VIII Heft 10 (Pressemitteilung)
  • NWB 2007, 3324 (Kurzinformation)
  • ZAP EN-Nr. 674/2007
  • ZUM 2008, 493-499 (Urteilsbesprechung von Dr. Stephanie Jungheim)
  • ZUM 2007, 712-730 (Volltext mit amtl. LS)

Verfahrensgegenstand

In dem Verfahren über die Verfassungsbeschwerden
gegen Artikel 6 Nummer 2 Buchstabe a und Nummer 4 des Achten Staatsvertrages zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge (Achter Rundfunkänderungsstaatsvertrag) vom 8. bis 15. Oktober 2004 in Verbindung mit den Zustimmungsgesetzen und Zustimmungsbeschlüssen der Länder
- 1 BvR 2270/05 -,
gegen Artikel 6 Nummer 2 Buchstabe a und Nummer 4 des Achten Staatsvertrages zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge (Achter Rundfunkänderungsstaatsvertrag) vom 8. bis 15. Oktober 2004 in Verbindung mit den Zustimmungsgesetzen und Zustimmungsbeschlüssen der Länder
- 1 BvR 809/06 -
gegen Artikel 6 Nummer 2 Buchstabe a und Nummer 4 des Achten Staatsvertrages zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge (Achter Rundfunkänderungsstaatsvertrag) vom 8. bis 15. Oktober 2004 in Verbindung mit den Zustimmungsgesetzen und Zustimmungsbeschlüssen der Länder
- 1 BvR 830/06 -

Hinweis

Hinweis: Verbundenes Verfahren

Volltext siehe unter: BVerfG - 11.09.2007 - AZ: 1 BvR 2270/05

Weitere Verbundverfahren:
BVerfG - 11.09.2007 - AZ: 1 BvR 809/06

In dem Verfahren über die Verfassungsbeschwerden
...
hat das Bundesverfassungsgericht - Erster Senat -
unter Mitwirkung
des Präsidenten Papier,
des Richters Steiner,
der Richterin Hohmann-Dennhardt und
der Richter Hoffmann-Riem, Bryde, Gaier, Eichberger, Schluckebier
aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 2. Mai 2007
durch U r t e i l
für Recht erkannt:

Tenor:

  1. 1.

    Die Zustimmungsgesetze und Zustimmungsbeschlüsse der Länder zu Artikel 6 Nummer 4 des Achten Staatsvertrages zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge (Achter Rundfunkänderungsstaatsvertrag) sind mit dem Grundrecht der Rundfunkfreiheit aus Artikel 5 Absatz 1 Satz 2 des Grundgesetzes unvereinbar.

  2. 2.

    Im Übrigen werden die Verfassungsbeschwerden zurückgewiesen.

  3. 3.

    Die Länder haben den Beschwerdeführern zwei Drittel der notwendigen Auslagen zu erstatten.