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Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 05.02.2004, Az.: 1 BvR 2111/03

Anspruch auf Sicherung der Geheimhaltung von Geschäftsgeheimnissen und Betriebsgeheimnissen im verwaltungsgerichtlichen Verfahren; Prüfung der Erfolgsaussichten in der Hauptsache und Interessenabwägung; Reichweite des Informationsgehalts von Geschäftsunterlagen; Wettbewerbserheblichkeit der Offenlegung

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
05.02.2004
Aktenzeichen
1 BvR 2111/03
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 2004, 10090
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
BVerwG - 14.08.2003 - AZ: 20 F 1.03
BVerwG - 15.08.2003 - AZ: 20 F 7.03
BVerwG - 15.08.2003 - AZ: 20 F 8.03
BVerwG - 15.08.2003 - AZ: 20 F 9.03
OVG Nordrhein-Westfalen - 09.07.2002 - AZ: 13a D 53/02
OVG Nordrhein-Westfalen - 02.10.2002 - AZ: 13a D 80/02

Fundstellen

  • CR 2004, 431-433
  • MMR 2004, 466-467
  • ZNER 2004, 266-268

Verfahrensgegenstand

Verfassungsbeschwerden

I. unmittelbar gegen
1. den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. August 2003 - BVerwG 20 F 7.03 -,
2. den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. August 2003 - BVerwG 20 F 9.03 -,

II. mittelbar gegen § 99 Abs. 2, § 100 Abs. 1, § 108 Abs. 2 VwGO
hier: Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung - 1 BvR 2087/03 -,

II.

I. ummittelbar gegen
1. a) den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. August 2003 - BVerwG 20 F 1.03 -,
b) den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 9. Juli 2002 - 13a D 53/02 -,
2. a) den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. August 2003 - BVerwG 20 F 8.03 -,
b) den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 2. Oktober 2002 - 13a D 80/02 -,
3. die Entscheidung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie vom 13. Februar 2002 - VII A 3-160803/5 -,
4. die Entscheidung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post vom 11. Juni 2002 - 03d B 1961 -

II. mittelbar gegen § 99 Abs. 2, § 100 Abs. 1, § 108 Abs. 2 VwGO

hier: Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung

Redaktioneller Leitsatz

Im Rahmen einer einstweiligen Anordnung haben die Gründe, die für die Verfassungswidrigkeit des angegriffenen Hoheitsakts vorgetragen werden, grundsätzlich außer Betracht zu bleiben, es sei denn, die Verfassungsbeschwerde wäre unzulässig oder offensichtlich unbegründet. Bei offenem Ausgang muss das Bundesverfassungsgericht die Folgen, die einträten, wenn eine einstweilige Anordnung nicht erginge, die Verfassungsbeschwerde aber Erfolg hätte, gegenüber den Nachteilen abwägen, die entstünden, wenn die begehrte einstweilige Anordnung erlassen würde, der Verfassungsbeschwerde aber der Erfolg zu versagen wäre.

In den Verfahren über die Verfassungsbeschwerden
hat die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts
durch
den Präsidenten Papier,
die Richterin Haas und
den Richter Hoffmann-Riem
gemäß § 32 Abs. 1 in Verbindung mit § 93 d Abs. 2 BVerfGG
in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl. I S. 1473)
am 5. Februar 2004 einstimmig beschlossen:

Tenor:

  1. 1.

    Die Vollziehung der Beschlüsse des Bundesverwaltungsgerichts vom August 2003 - BVerwG 20 F 7.03 - und - BVerwG 20 F 9.03 - wird einstweilen außer Kraft gesetzt. Im Übrigen wird der weitere Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung abgelehnt.

  2. 2.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat der Beschwerdeführerin die Hälfte der notwendigen Auslagen zu erstatten

Hinweis: Verbundenes Verfahren
Volltext siehe unter BVerfG - 05.02.2004 - AZ: 1 BvR 2087/03