Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 11.06.1969, Az.: 2 BvR 518/66
Ehrengerichtshöfe für Rechtsanwälte; Staatliche Gerichte; Errichtung beruht auf staatlichem Gesetz ; Personelle Zusammensetzung; Staatlicher Mitwirkung ; Bundesrechtsanwaltsordnung ; Mitwirkung des Richterwahlausschusses
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 11.06.1969
- Aktenzeichen
- 2 BvR 518/66
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1969, 10899
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- BGH 18.07.1966 - AnwSt (B) 8/66
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BVerfGE 26, 186 - 206
- DNotZ 1970, 179-183
- DVBl 1970, 467 (Kurzinformation)
- DÖV 1970, 575 (amtl. Leitsatz)
- JuS 1970, 197
- MDR 1969, 909 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1971, 127-129 (Urteilsbesprechung von Richter a. D. Dr. Eberhard Varrentrapp)
- NJW 1969, 2192-2195 (Volltext mit amtl. LS)
Redaktioneller Leitsatz
1. Staatliche Gerichte sind die Ehrengerichtshöfe für Rechtsanwälte.Ihre personelle Zusammensetzung beruht wesentlich auf staatlicher Mitwirkungund ihre Errichtung begründet sich auf staatlichem Gesetz.
2. Nicht gegen Art. 95 Abs. 2 GG verstoßen die Vorschriften der Bundesrechtsanwaltsordnung über die Berufung der anwaltlichen Mitglieder des Senats für Anwaltssachen beim Bundesgerichtshof. Einer Mitwirkung des Richterwahlausschusses bei der Berufung der ehrenamtlichen Richter bei den obersten Gerichtshöfen des Bundes ist nicht nötig.