Suche

Nutzen Sie die Schnellsuche, um nach den neuesten Urteilen in unserer Datenbank zu suchen!

Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 06.06.1967, Az.: 2 BvR 53/60

Verhängung von Kriminalstrafen; Strafrechtlichen Unrechtstatbestände; Zuständigkeit bei Kriminalstrafen; Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
06.06.1967
Aktenzeichen
2 BvR 53/60
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1967, 10662
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
LG Heilbronn 26.10.1959 - III KMs 12/57
BGH 12.02.1960 - 1StR 54/60
OLG Karlsruhe 12.10.1961 - 2 Ss 131/61

Fundstellen

  • BVerfGE 22, 49 - 83
  • DB 1967, 1131-1132 (Volltext)
  • JZ 1967, 490-492 (Volltext mit amtl. LS)
  • MDR 1967, 733-734 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJW 1967, 1219-1221 (Volltext mit amtl. LS) "Unvereinbarkeit von Vorschriften der AL über das Steuerstrafverfahren mit dem GG"

Redaktioneller Leitsatz

Weitere Verfahren: 2 BvR 375/60; 2 BvR 18/65

1. Nur durch Richter werden Kriminalstrafen nach Art. 92 erster Halbsatz GG verhängt. Kriminalstrafen dürfen deshalb auch bei minder gewichtigen strafrechtlichen Unrechtstatbeständen nicht in einem Verwaltungsverfahren gesprochen werden.

2. Mit dem Grundgesetz unvereinbar und daher nichtig sind Kriminalstrafen nach §§ 421 Abs. 2, 445 und 447 Abs. 1 der Abgabenordnung vom 13. Dezember 1919 in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Mai 1931 (BGBl. I S. 161 [218]), die von Finanzämtern verhängt würden.