Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 22.04.1964, Az.: 2 BvR 190/62
Beschwerde zur Gegenerklärung; Klageerzwingungsverfahren; Anspruch auf rechtliches Gehör
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 22.04.1964
- Aktenzeichen
- 2 BvR 190/62
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1964, 10238
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- OLG Stuttgart 23.02.1962 - 2 Ws 30/61
Rechtsgrundlagen
- Art. 103 Abs. 1 GG
- § 174 StPO
- § 175 S. 1 StPO
- § 308 Abs. 1 StPO
Fundstellen
- BVerfGE 17, 356 - 364
- BVerfG 1917, 356
- JZ 1964, 653-654
- MDR 1964, 735-736 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1964, 1412-1413 (Volltext mit amtl. LS)
Redaktioneller Leitsatz
1. Ohne daß dem Beschwerdegegner die Beschwerde zur Gegenerklärung mitgeteilt worden ist, ist es dem Beschwerdegericht nicht erlaubt eine Entscheidung zum Nachteil des Beschwerdegegners zu ändern.
2. Den Betroffenen vor einer Entscheidung nach § 175 StPO anzuhören verlangt der Anspruch auf rechtliches Gehör auch im Klageerzwingungsverfahren.