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Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 03.07.1962, Az.: 2 BvR 628/60

Berufsrichter; Hauptamtlich angestellte Richter; Planmäßig angestellter Richter; Persönliche Unabhängigkeit des Richters; Gesetzlicher Richter; Recht auf den gesetzlichen Richter; Rechtsgarantie bei Freiheitsentziehung

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
03.07.1962
Aktenzeichen
2 BvR 628/60
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1962, 10846
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
BGH 19.08.1960 - 4 StR 266/58
OLG Hamm 25.04.1961 - 3 Ss 1451/60
LG Detmold 01.08.1960 - 4 Ms 43/60 (Ns)
LG Osnabrück 17.02.1958 - KMs 2/56 (68/57)
AG Höxter 06.10.1959 - 2 Ms 110/59

Fundstellen

  • BVerfGE 14, 156 - 173
  • DVBl 1962, 836 (amtl. Leitsatz)
  • DÖV 1963, 628 (amtl. Leitsatz)
  • MDR 1962, 715 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJW 1962, 1495-1498 (Volltext mit amtl. LS)

Redaktioneller Leitsatz

Leitsatz der Redaktion:

1. Grundsätzlich müssen Berufsrichter hauptamtlich und planmäßig endgültig angestellt sein; nach Art. 97 Abs. 2 und Art. 92 GG . Richter, bei denen ein Fehlen dieser Garantien der persönlichen Unabhängigkeit fehlt, dürfen nur aus zwingenden Gründen herangezogen werden; es muß eine möglichst gleichmäßig Verteilung dieser Richter auf Gerichte, Kammern und Senate erfolgen.

2. Das Recht auf den gesetzlichen Richter (Art. 101 Abs. 1 Satz 2) und die Rechtsgarantie bei Freiheitsentziehung (Art. 104 Abs. 2 Satz 1 GG verletzen Entscheidungen, bei denen ohne zwingende Gründe Richter mitgewirkt haben, die nicht hauptamtlich und planmäßig endgültig angestellt sind.