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Bundessozialgericht
Urt. v. 10.07.1997, Az.: 14 REg 8/96

Ehefrau; Erziehungsgeld; Wohnsitz; Europäisches Ausland

Bibliographie

Gericht
BSG
Datum
10.07.1997
Aktenzeichen
14 REg 8/96
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1997, 11674
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
SG Münster 19.01.1993 - S 15 Kg 26/92
LSG Essen 17.06.1994 - L 13 Kg 49/93

Fundstellen

  • BSGE 80, 288 - 295
  • Breith. 1998, 333-339
  • FamRZ 1998, 912-914 (Volltext mit amtl. LS)
  • NZS 1997, V Heft 9 (Kurzinformation)
  • SGb 1997, 522 (Kurzinformation)
  • SGb 1998, 589-591 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
  • SozSich 1998, 280
  • ZMV 1997, 250-251

Amtlicher Leitsatz

Die Ehefrau eines in Deutschland beschäftigten Angehörigen eines Mitgliedstaats der Europäischen Gemeinschaften kann auch dann einen Anspruch auf Erziehungsgeld haben, wenn sie nicht in Deutschland, sondern in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften wohnt (Fortführung von EuGH vom 10.10.1996 - C-245/94 und C-312/94 = SozR 3-6050 Art 4 Nr 8 = EuGHE I 1996, 4895). 2. Besitzt der Erziehungsgeldberechtigte zugleich einen Anspruch auf eine dem Erziehungsgeld vergleichbare Leistung in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften nach dessen innerstaatlichen Vorschriften, beurteilt sich die Frage, ob der Anspruch auf deutsches Erziehungsgeld dadurch ganz oder teilweise ausgeschlossen ist, nach den Antikumulierungsvorschriften des Rechts der Europäischen Gemeinschaften. Für die Anwendung des § 8 Abs 3 BErzGG ist insoweit grundsätzlich kein Raum.