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Bundessozialgericht
Urt. v. 21.01.1993, Az.: 13 RJ 19/91

Ehescheidung; Unterhaltsverzicht; Witwenrente; Geschiedenenwitwenrente; Anspruchsvoraussetzungen

Bibliographie

Gericht
BSG
Datum
21.01.1993
Aktenzeichen
13 RJ 19/91
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1993, 11552
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
SG Koblenz 26.06.1990 - S 3 J 439/89
LSG Mainz 21.01.1991 - L 2 J 155/90

Fundstellen

  • BSGE 72, 39 - 50
  • DB (Beilage) 1994, 9-10 (Kurzinformation)
  • FamRZ 1993, 1073-1077 (Volltext mit amtl. LS)
  • FuR 1993, 296 (red. Leitsatz)
  • MDR 1993, 553 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJW 1993, 3285-3288 (Volltext mit amtl. LS)
  • NZS 1993, 261-265 (Volltext mit amtl. LS)
  • NZS 1993, VI Heft 4 (Kurzinformation)
  • SGb 1993, 214 (Kurzinformation)
  • SGb 1993, 532-536 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)

Amtlicher Leitsatz

1. Der Umstand, daß der Unterhaltsverzicht der Ehefrau im Zusammenhang mit einer Konventionalscheidung erklärt wurde, ist nur dann erheblich, wenn dadurch eine dem aktenkundigen Sachstand des Ehescheidungsverfahrens widersprechende Entscheidung in der Schuldfrage herbeigeführt wurde.

2. Für die Unbeachtlichkeit eines Unterhaltsverzichts der früheren Ehefrau des Versicherten kommt es im Rahmen von § 1265 I 2 RVO darauf an, ob er sich nach den objektiven Gegebenheiten des Falles als leere Hülse darstellt.

3. Eine Geschiedenenwitwenrente kann auch dann wiederaufleben, wenn vor dem Eingehen der neuen Ehe alle Anspruchsvoraussetzungen außer den in § 1265 I 2 Nr. 3 RVO genannten Vorlagen.