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Bundessozialgericht
Urt. v. 22.11.1988, Az.: 5/4a RJ 79/87

Nachentrichtung; Beiträge; Rentenversicherung; Versicherungszeit; Erwerbsunfähigkeit

Bibliographie

Gericht
BSG
Datum
22.11.1988
Aktenzeichen
5/4a RJ 79/87
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1988, 11494
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
SG Saarbrücken 29.10.1986 - S 14 J 180/85
LSG Saarbrücken 26.03.1987 - L 1 J 101/86

Fundstelle

  • SozR 5750 Art 2 § 6 Nr 4

Amtlicher Leitsatz

1. Der allgemeine Grundsatz, daß wirksam nachentrichtete Beiträge zur Rentenversicherung wie rechtzeitig entrichtete Beiträge zu behandeln sind, wird durch Art 2 § 6 Abs 2 ArVNG nicht durchbrochen.

2. Hat der Versicherte vor dem 1.1.1984 eine Versicherungszeit von 60 Kalendermonaten zurückgelegt und ist der Versicherungsfall der Erwerbsunfähigkeit erst während eines seit Ende 1984 schwebenden Renten- und Klageverfahrens im Jahre 1986 eingetreten, so steht § 1419 RVO der Wirksamkeit der Nachentrichtung der gemäß Art 2 § 6 Abs 2 ArVNG noch erforderlichen Beiträge für den Rentenanspruch nach dem vor dem 1.1.1984 geltenden Recht nicht entgegen (Anschluß an und Fortführung von BSG vom 25.4.1963 4 RJ 77/62 und vom 26.4.1963 12 RJ 138/62 = SozR Nr 11 und 12 zu Art 2 § 42 ArVNG, BSG vom 22.9.1976 1 RA 133/75 = SozR 5750 Art 2 § 51a Nr 5).