Bundessozialgericht
Urt. v. 10.09.1987, Az.: 12 RK 27/86
Rücknahme eines Bescheides; Beitragsnachentrichtung; Ermessen des Versicherungsträgers; Neubescheidung; Zeitpunkt der Antragstellung; Beitragsklasse; Heiratserstattung
Bibliographie
- Gericht
- BSG
- Datum
- 10.09.1987
- Aktenzeichen
- 12 RK 27/86
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1987, 11390
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- SG Lübeck 03.04.1984 - S 7 An 57/83
- LSG Schleswig 13.02.1985 - L 4 An 48/84
Rechtsgrundlagen
- § 44 Abs. 2 S. 2 SGB X
- Art. 2 § 28 ArVNG
- Art. 2 § 27 AnVNG
- § 44 Abs. 1 SGB X
- § 40 Abs. 2 SGB X
- § 1388 Abs. 1 RVO
- § 115 Abs. 1 AVG
- § 1388 Abs. 1 RVO
- § 115 Abs. 1 AVG
- § 1419 Abs. 3 RVO
- § 141 Abs. 3 AVG
Fundstellen
- BSGE 62, 143 - 149
- SozR 5750 Art 2 § 28 Nr 5
Amtlicher Leitsatz
1. Die Rücknahme eines Bescheides, mit dem ein Antrag auf Nachentrichtung freiwilliger Beiträge rechtswidrig abgelehnt worden ist, richtet sich nach § 44 Abs 2 SGB X und steht nach dessen Satz 2 im pflichtgemäßen Ermessen des Versicherungsträgers.
2. Für die Neubescheidung eines rechtswidrig abgelehnten Antrags auf Beitragsnachentrichtung sind grundsätzlich die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse maßgebend, wie sie im Zeitpunkt der Antragstellung bestanden.
3. Zur Höhe der Mindestbeiträge, insbesondere zur niedrigsten wählbaren Beitragsklasse (Beitragsberechnungsgrundlage) in Fällen einer Beitragsnachentrichtung nach vorangegangener Heiratserstattung (Art 2 § 28 ArVNG = Art 2 § 27 AnVNG).