Bundessozialgericht
Urt. v. 03.04.1986, Az.: 4a RJ 81/84
Rückforderung eines Kinderzuschusses; Wesentliche Änderung; Aufhebung eines Verwaltungsaktes; Grobe Fahrlässigkeit
Bibliographie
- Gericht
- BSG
- Datum
- 03.04.1986
- Aktenzeichen
- 4a RJ 81/84
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1986, 11214
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- SG Saarbrücken 20.03.1984 - S 10 J 8/82
- LSG Saarbrücken 18.07.1984 - L 1 J 26/84
Rechtsgrundlagen
Amtlicher Leitsatz
Die nach § 48 Abs 1 S 2 Nr 4 SGB X angeordnete Prüfung, ob der Leistungsempfänger den Wegfall des Anspruchs kraft Gesetzes gekannt oder nur infolge grober Fahrlässigkeit nicht gekannt habe, hat erkennbar auch die Funktion, die Erstattung der rechtsgrundlos bezogenen Leistungen, für die die Aufhebung des leistungsgewährenden Verwaltungsakts nach § 50 Abs 1 S 1 SGB X präjudiziell ist, nur unter den gleichen einengenden Voraussetzungen zuzulassen wie in § 50 Abs 2 S 2 SGB X, also wie in dem Fall, daß die Sozialleistungen "ohne Verwaltungsakt zu Unrecht erbracht worden sind" (vgl BSG 20.2.1986 4a RJ 93/84).