Bundessozialgericht
Urt. v. 09.02.1984, Az.: 11 RA 6/83
Vormerkung einer Ausfallzeit; Ausfallzeittatbestand; Ausbildung; Versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis
Bibliographie
- Gericht
- BSG
- Datum
- 09.02.1984
- Aktenzeichen
- 11 RA 6/83
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1984, 10808
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- SG Mannheim 05.07.1982 - S 5 An 1600/81
- LSG Stuttgart 23.11.1982 - L 6 An 1314/82
Rechtsgrundlagen
- § 32 Abs. 7 S. 2 AVG
- § 1255 Abs. 7 S. 2 RVO
- § 36 Abs. 1 S. 1 Nr. 4 Buchst. b AVG
- § 1259 Abs. 1 S. 1 Nr. 4 Buchst. b RVO
Fundstellen
- BSGE 56, 151 - 154
- SozR 2200 § 1259 Nr 82
Amtlicher Leitsatz
1. Bei einem Streit um die Vormerkung einer Ausfallzeit ist lediglich zu prüfen, ob der Ausfallzeittatbestand nach seinen tatsächlichen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt ist (Fortentwicklung von BSG 19.09.1979 11 RA 92/78 = BSGE 49, 44 = SozR 2200 § 1259 Nr 44).
2. Beiträge, auch Pflichtbeiträge, schließen das Vorhandensein von Ausfallzeiten für die gleiche Zeit nicht schlechthin aus.
3. Der Ausfallzeittatbestand des § 36 Abs 1 S 1 Nr 4 Buchst b AVG (= § 1259 Abs 1 S 1 Nr 4 Buchst b RVO) setzt nicht voraus, daß während der Ausbildung kein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis besteht; bei gleichzeitigem Beschäftigungsverhältnis ist er jedoch (nur) dann nicht erfüllt, wenn die Ausbildung Inhalt der in dem Beschäftigungsverhältnis bestehenden Arbeitspflicht ist (Fortentwicklung von BSG 13.10.1983 11 RA 80/82).