Bundessozialgericht
Urt. v. 31.01.1980, Az.: 11 RA 26/79
Rentenversicherungsträger; Rehabilitation; Umschulung; Übernahme der Umschulungskosten; Aufstockungsverbot; Ergänzungsverbot
Bibliographie
- Gericht
- BSG
- Datum
- 31.01.1980
- Aktenzeichen
- 11 RA 26/79
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1980, 10942
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- SG Wiesbaden 20.02.1978 - S 3 An 58/76
- LSG Darmstadt 14.12.1978 - L 6/2 An 406/78
Rechtsgrundlagen
- § 13 AVG
- § 1236 RVO
- § 17 AVG
- § 1240 RVO
- § 33 AFG
- § 38 AFG
- § 44 AFG
- § 6 Abs. 2 S. 1 Hs. 2 RehaAnglG
Fundstellen
- BSGE 49, 268 - 270
- SozR 2200 § 1236 Nr 24
Amtlicher Leitsatz
1. Hat ein Versicherter bei einem Rentenversicherungsträger seine berufliche Rehabilitation (Umschulung) beantragt, diese aber danach selbst betrieben und hierfür Leistungen zur Förderung der beruflichen Bildung (AFG §§ 33 ff) erhalten, so gilt mit diesen Leistungen das Rehabilitationsbegehren nicht auf Grund des RehaAnglG § 6 Abs. 2 Halbs 2 als erfüllt.
2. Hat der Rentenversicherungsträger die Voraussetzungen des AVG § 13 (= RVO § 1236) für eine berufliche Rehabilitation zu Unrecht abgelehnt, so kann er sich, wenn der Versicherte sein Rehabilitationsbegehren auf Unterschiedsbeträge zu inzwischen anderweit erhaltenen Leistungen beschränkt, diesem gegenüber nicht auf - mögliche - Aufstockungs- oder Ergänzungsverbote berufen.